Trainer-Duo sorgt für Vertrauen

Katja Zberch und Henry Canton sind ein eingespieltes Team an der Seitenlinie.
Katja Zberch und Henry Canton sind ein eingespieltes Team an der Seitenlinie.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Henry Canton unterstützt Katja Zberch wieder als Co-Trainer bei den NBO-Bundesligadamen. Im letzten Jahr führte das zum Erfolg.

Die Negativserie von mittlerweile sieben Niederlagen hat weiter Bestand. Dennoch herrscht bei den Basketballerinnen von evo NBO seit dem vergangenen Sonntag wieder etwas Zuversicht. Die trotz der 71:72-Niederlage ansprechende Leistung beim SV Halle macht Hoffnung für das kommende Heimspiel am Samstag. Denn dann erwartet die Oberhausenerinnen gegen die Rhein-Main Baskets schon sechs Spieltage vor Saisonende fast ein Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt.

Der zurückkgekehrte Glaube hat auch personelle Gründe. Nach der Trennung von Trainer Stefan Mienack hat nicht nur Katja Zberch die Rolle als Cheftrainerin übernommen, mit Henry Canton ist auch der Co-Trainer aus der erfolgreichen Vorsaison wieder an Bord. „Ich hatte keine Wahl“, berichtet der 40-Jährige, nachdem Spielführerin Lea Mersch ihn auf charmante Art und Weise darum gebeten hatte.

Damit ist das Trainergespann des deutschen Vizemeisters aus der Vorsaison fast wieder komplett. Lediglich Stefanie Rabert fehlt, die derzeit ihre Mutterschaft genießt. Zwar sind aus der Vorsaison mit Mersch, Monique Reid und Ramona Tews nur noch drei Spielerinnen im Kader, doch das reicht offenbar, um dem Team neues Selbstvertrauen einzuhauchen. „Die Mannschaft hat großes Vertrauen und das ist natürlich extrem wichtig“, weiß Canton.

Schon in Halle hätte das fast zum ersten Bundesligasieg seit Mitte November gereicht. Eine Wende bedeutete es für Canton dennoch. „Es war eine der besten Leistungen der gesamten Saison. Die gesamte Mannschaft hat funktioniert und wenn sie das am Samstag noch einmal abrufen kann, wird sie auch gewinnen“, ist er sich sicher. Allerdings wird das Team dann unter einem deutlich größeren Druck stehen. Denn eine Niederlage gegen die unmittelbar unter den New Baskets platzierten Hessen hätte vermutlich fatale Folgen.

Auf der anderen Seite könnte ein Sieg auch das Signal für eine erfolgreiche Schlussphase der Saison sein. Im Vorjahr gelang nach verkorkster Hinrunde bekanntlich noch der Sprung in die Playoffs, die letztlich sogar mit der Finalteilnahme endete. So weit möchte Canton diesmal nicht denken. „Die Situation ist mit der aus dem Vorjahr nicht zu vergleichen. Für mich zählt ausschließlich der Klassenerhalt“, stellt er klar, auch wenn er der Mannschaft großes Potenzial bescheinigt.

Zumindest in vier der verbleibenden sechs Spielen sind die NBO-Damen auf dem Papier nicht chancenlos. Allerdings darf es dafür in personeller Hinsicht keine weiteren Rückschläge geben. Für die Kroatin Iva Grbas ist die Saison verletzungsbedingt bereits zu Ende, ein Ersatz ist nach Ende des Transferfensters am 31. Januar nicht mehr möglich.

So werden es vornehmlich die neun richten müssen, die in Halle durchaus überzeugen konnten. „Die können das“, ist Canton überzeugt, der am Samstag auf eine zahlreiche Unterstützung von den Rängen hofft. „Das haben Katja und das Team verdient. Sie werden es mit entsprechender Leistung zurückzahlen.“