„Toll, bis auf die letzte Sekunde“

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Was wir bereits wissen
Die Ausschreitungen einiger Spieler und Verantwortlicher von BWO nach dem Endspiel trübte etwas das insgesamt positive Fazit der Fachschaft.

„Das waren vier richtig tolle Tage, bis auf die letzte Sekunde“, ist Fachschaftsleiter Dieter Wilms immer noch sauer über die Szenen nach dem Abpfiff der Stadtmeisterschaften. „Ich habe im Finale keine Szene gesehen, in der der Schiedsrichter eine Fehlentscheidung gemacht hat. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was da los war.“ Eine Aussage, die nach dem Studium des im Internet zu sehenden Endspiels komplett zu unterstreichen ist.

Umso unverständlicher, warum sich BWO-Vorsitzender Frank Kielczewski nach Spielschluss und dem RWO-Sieg zu Tätlichkeiten hinreißen ließ. „So kenne ich Frank nicht. Das war doch eine rein sportliche Entscheidung. Und ob Thorsten Möllmann nun auf der Bank oder auf der Tribüne ist, ist in der Halle auch nicht spielentscheidend“, stellt Wilms klar. RWO nutzte seine Chance kurz vor dem Ende und hatte mit Torben Krol einen bärenstarken Rückhalt. RWO kassierte im gesamten Turnier lediglich zwei Gegentore und setzte sich damit verdient die Krone auf.

„Ich habe in den ganzen Jahren noch nie erlebt, dass die Halle für RWO war. Normalerweise wurden die armen Jungs immer grundlos ausgepfiffen, nur weil sie für RWO spielen“, so Wilms weiter. Dass diesmal die meisten neutralen Zuschauer für die „Kleeblätter“ und gegen Blau-Weiß waren, passt vielleicht sogar in die Verschwörungstheorien der Verantwortlichen.

Ändern wird sich daran wenig, nachdem Blau-Weiße nach Spielschluss erst den Schiedsrichter und dann einige Ordner und Mitglieder der Fachschaft zum Teil handgreiflich bedrängten. Erst nach einigen Minuten beruhigten sich die Gemüter, weil zum Glück auch ein paar besonnene Menschen dabei waren. „Ich muss aber auch sagen, dass sich die meisten Spieler korrekt verhalten haben“, wollte Wilms die Angelegenheit daher nicht zu hoch hängen. „Bei der Siegerehrung war ja dann auch wieder alles in Ordnung.“

Insgesamt blickte die Fachschaft Fußball deshalb auch auf ein faires Turnier zurück. Ein bisschen mehr Zuschauer hätte man sich gewünscht, aber „viele unserer Termine sind nun mal am Ende des Monats. Am 1. Februar war die Bude dann auch wieder rappelvoll.“ Deutlich über 1000 Zuschauer waren zu Spitzenzeiten in der Halle sowie im Vorraum. Der erwirtschaftete Gewinn wird wie immer nach einem speziellen Schlüssel auf die Vereine verteilt.