TBO-Routine setzt sich durch

Beim Adler Oberhausen-Turnier am 2. Weihnachtsfeiertag freuten sich alle über etwas sportliche Abwechslung.
Beim Adler Oberhausen-Turnier am 2. Weihnachtsfeiertag freuten sich alle über etwas sportliche Abwechslung.
Foto: Funke Foto Services
Gastgeber unterliegen in temporeichem Finale – Sportlich gab es noch Luft nach oben

Es war das würdige Endspiel des Hallenturniers der DJK Adler Oberhausen. Die Gastgeber forderten den Turnerbund Oberhausen nach dem Duell in der Gruppenphase das zweite Mal heraus und wieder setzte sich im Endeffekt die Erfahrung gegen das Talent durch. Eine dumme Zeitstrafe durch einen Wechselfehler und ein leichtsinniger Ballverlust vor dem eigenen Tor kostete die Adler in Unterzahl spielend das 3:4 durch Michael Motz. „Wir schießen uns die Dinger selber rein“, konstatierte Trainer Marko Schmidt hinterher. Das traf es ziemlich genau, denn als nach dem Gegentor die Zeitstrafe aufgehoben worden wäre, legte sich der Sünder erneut mit dem Unparteiischen an, sah völlig korrekt die rote Karte und kann froh sein, wenn er mit einer milden Strafe ins neue Jahr kommt. Von da an waren die Adler nicht mehr darauf aus ihre spielerische Klasse einzusetzen sondern versuchten es im der Brechstange. Anders als Sascha Knobloch, der bei einem Konter die Nerven behielt und dem den Ball durch die Beine des Torhüters legte. Damit war die Partie gegessen und der TBO krönte einen Kraftakt mit nur einem Auswechselspieler zum verdienten Turniersieg.

Schon in der Gruppenphase, in der oft eher Buden-Bolzen statt Buden-Zauber auf der Tagesordnung stand, spielten beide Teams gegeneinander. Hier gaben die Adler eine 2:0-Führung durch einen eklatanten Fehlpass und ein Eigentor her. Mit dem 2:2 Unentschieden setzten sich beide aber in der Gruppe A vor der SG Kaprys und Fortuna Bottrop II durch. Die Bottroper mussten nach der 0:2-Niederlage gegen Kaprys ohne ein einziges Tor die Segel streichen.

Rechenspiele in Gruppe B

In der Gruppe B ging es in der Fünfer-Gruppe etwas spannender her. Dennoch setzte sich am Ende Adler Oberhausen III als Gruppenerster durch. Die Mannschaft spielte den schönsten Fußball in der Gruppe, dennoch blieb am Ende viel Rechenarbeit am Ergebnistisch liegen. Durch den 5:1-Kantersieg der Adler Osterfeld-Reserve über die zu diesem Zeitpunkt völlig uninspirierten Knappen setzte sich der A-Ligist am Ende vor der Adler Reserve und auch Arminia Klosterhardt III durch.

Die Halle leerte sich zu diesem Zeitpunkt schon merklich. Zu Beginn waren einige Zuschauer gekommen, die es zuhause auf der Couch einfach nicht mehr aushalten konnten oder wollten und Lust auf etwas Abwechslung hatten.

Nach Abschluss der Gruppenphase war aber schon abzusehen, dass sich hier kein Team mehr als Geheimfavorit für die Hallenstadtmeisterschaften Ende Januar empfehlen würde. Trotzdem wurde im Halbfinale ziemlich torreich gekickt. Gastgeber Adler Oberhausen behielt gegen die ebenfalls junge Adler-Truppe aus Osterfeld mit 5:3 die Oberhand. Der Turnerbund ging im anderen Semifinale durch einen Blitzstart in Front. Der Ehrentreffer zum 1:3 konnte die erfahrene Mannschaft von Jörg Lieg und Marc Scotti nicht aus der Bahn werfen.

Im Spiel um Platz drei einigten sich beide Teams auf ein Neun-Meter-Schießen, in dem die Osterfelder letztlich mit 8:7 einen Tick besser zielen konnten.

Danach folgte das Finale, dass die Zuschauer und Spieler ins Wochenende entließ. Die Hallensaison wurde mit einem insgesamt fairen Turnier eingeleitet, bei dem die Spieler nach Weihnachten wohl noch etwas Rost abzuschütteln haben, ehe es mit dem Blau-Weiß-Turnier und den Hallenstadtmeisterschaften weitergeht.