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Tatham war nicht zu halten

12.02.2012 | 18:48 Uhr

Centerin des SV Halle erzielt 34 Punkte beim 84:78 gegen die Damen von evo NBO

Aus dem zweiten Auswärtssieg der Saison wurde (noch) nichts. Mit 78:84 (38:38) verloren die Bundesliga-Basketballerinnen von evo NBO beim SV Halle Lions und müssen damit weiterhin den Blick erst einmal nach unten richten.

Trainerin Julia Gajewski war allerdings nicht unzufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft. „Insgesamt gesehen haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht, trotzdem haben wir gut gespielt.“ Die Generalprobe für das nächste und deutlich wichtigere Auswärtsspiel in knapp zwei Wochen in Chemnitz ist ihrer Meinung nach trotz der Niederlage gelungen.

Für die gab es diesmal zwei Ursachen. Zum einen erwischte Halles Star-Spielerin Tamara Tatham einen Sahne-Tag, war von der Oberhausener Verteidigung nicht zu stoppen und kam dabei auf 34 Punkte. 18 Zähler erzielte sie davon von der Freiwurflinie, womit der zweite Grund der Niederlage genannt ist. Denn während die NBO-Damen nur 15 ihrer 24 Versuche trafen, durften die Gastgeberinnen 42 Mal an die Linie und waren dabei 33 Mal erfolgreich.

Damit fehlten den Oberhausenerinnen 18 Punkte, da nutzte ihnen auch die insgesamt positive Rebound-Statistik nichts. Doch allein die zeigt, dass die erneut starke Sarah Austmann und ihr Team gegen die körperlich überlegenen Ostdeutschen gut unter dem Korb gearbeitet haben und zu keiner Zeit das Spiel aufgaben.

Die zum Teil nicht vermeidbaren Punkte von Tatham wurden immer wieder durch gute Offensivaktionen ausgeglichen. Dort hatten die Oberhausenerinnen als Team einen guten Tag erwischt und hielten die Partie dadurch bis zum Ende offen. Lediglich zu Beginn des letzten Viertels schienen die Gastgeberinnen davon zu ziehen. 69:61 hieß es plötzlich, nachdem das Spiel zuvor immer sehr ausgeglichen war, und Austmann bekam nach ihrem vierten Foul eine Pause auf der Bank. Doch gute Aktionen von Whitney Jones und Jania Sims machten mit sechs Zählern in Folge das Spiel wieder eng (34.). Den Konter der Hallenserinnen zum 77:69 drei Minuten später hatten die Gäste dann aber nichts Entscheidendes mehr entgegenzusetzen. Da half es auch nichts, dass Tatham drei Minuten vor dem Ende mit dem fünften Foul ausschied.

Immerhin behielt NBO damit im direkten Vergleich knapp die Nase vorn. Auch der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz blieb konstant, da Chemnitz überraschend gegen Saarlouis verlor.

Ralf Bögeholz

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