SWO-Teams dreimal im Hintertreffen

Holger Dunio verlor in der zweiten Mannschaft nur unglücklich.
Holger Dunio verlor in der zweiten Mannschaft nur unglücklich.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Erste Mannschaft schlug sich gut und verlor höher als nötig. Die zweite Mannschaft kann noch nicht ganz oben mitspielen

Verbandsklasse, 4. Runde: SWO – Hans Dortmund III 2,5:5,5: Dass es gegen die dritte Mannschaft von Bundesligist Hansa Dortmund schwierig werden würde, war bereits im Vorfeld klar. Doch das hielt die Spitzenspieler von Schwarz-Weiß Oberhausen nicht davon ab, dem nominell deutlich überlegenen Gegnern beinahe in Bestbesetzung entgegen zu treten und möglichst Paroli bieten zu wollen.

Lange sah es nach einem ausgeglichenen Kampfverlauf aus. Als Jochen Matthies (6) jedoch in schwieriger Stellung Material einbüßte und dem Gegenüber gratulieren musste, ging es auch in den weiteren Partien Schlag auf Schlag. Während Ersatzspieler Damian Palenta (8) der geballten Erfahrung seines Gegners lange standhielt, verlor er letzten Endes durch eine taktische Wendung eine Leichtfigur und die Partie. Auch Mannschaftsführer Michael Holl (7), der bereits früh in Zeitnot verkehrte, wurde wenig später seiner Stellung nicht mehr Herr und verlor ebenfalls. Zu diesem Zeitpunkt war der Kampf trotz des großen Rückstandes noch nicht verloren. Denn sowohl Thomas Hellmann(5) als auch Jürgen Böcker (4) konnten durch konsequentes Druckspiel in Endspiele mit Mehrmaterial überleiten, in denen ihr Vorteil zum Gewinn ausreichte. Als Jörg Kuckelkorn (3) in einem komplexen Endspiel mit wenig Bedenkzeit einen kleinen Fehler zu viel machte, um die Punkteteilung noch zu erreichen, hing es an den ersten zwei Brettern, die Kastanien noch aus dem Feuer zu holen.

Joachim Schwedtfeger (2) erarbeitete sich in der Eröffnung eine nachhaltige Initiative, die er bis ins Endspiel halten konnte. Seinem Gegner gelang es, durch geschickte Abtauschsequenzen in ein Endspiel überzuleiten, das die Remisbreite nicht mehr verlassen sollte. Da der Kampf zu diesem Zeitpunkt bereits verloren war, spielte Pascal Pütter an Brett eins nicht nur im Mannschaftssinne für eine verlorene Sache. Das technische Spiel seines Gegners und einige Ungenauigkeiten Pütters sorgten letztendlich dafür, dass die Dortmunder Freibauern ihren Weg unaufhaltbar gingen und den Endstand zum 2,5:5,5 markierten.

Das Ergebnis ist damit deutlicher ausgefallen als der Kampfverlauf eigentlich aussagte. Auch wenn man sich im Vorfeld nicht unbedingt Chancen ausrechnete, so war man dennoch zwischenzeitlich in der Nähe eines Punktgewinns. Auch wenn die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt gegen die Konkurrenten der unteren Tabellenregionen geholt werden müssen, steht am 18. Januar zunächst der Wettbewerb gegen die Tabellenführer vom listigen Bauern aus Essen an, wo der Kampf um die wichtigen Mannschaftszähler in die nächste Runde geht.

Bezirksoberliga, 5. Runde: SWO II – SV Bottrop 21 II 2:6: Zum Spitzenspiel ging es ins Café Lunchström. Der deutliche Endstand zeigte den Schwarz-Weißen allerdings, dass man noch nicht ganz oben mitspielen kann.

Dass beide Mannschaften in Bestbesetzung antraten, spielte den nominell spielstärkeren Gästen aus Bottrop in die Karten. Bereits nach einer Stunde musste Stefan Lobbenmeier (5) seinem Gegner gratulieren und bestätigte damit seine momentane Formkrise. Wenig später konnte Reinhard Gebauer (1) seinem Gegner nicht mehr als ein Remis abnehmen. Nach etwa 2,5 Stunden Spielzeit kam es dann für die Schwarz-Weißen Knall auf Fall: Zuerst verlor Holger Dunio (6) unglücklich und kurz darauf musste auch Marcus Schulz (3) dem druckvollen Spiel musste seinem starken Gegner Tribut zollen und gratulieren. Beim Zwischenstand von 0,5:3,5 standen die Oberhausener bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach drei Stunden gab dann auch Damian Palenta (2) dem hohen Druck, den sein Gegner im Laufe der Partie immer weiter verstärkte, nach. Damit war der Kampf endgültig verloren, weshalb das Remis von Lars Stratmann (7) und der einzig volle Punkt für die Gastgeber durch Mannschaftsführer Tim Nierhaus (8) nur noch Ergebniskosmetik darstellte. Zum Abschluss gab dann auch Walter Klamet (4), der bereits seit längerem ins Hintertreffen geraten war, nach langem Kampf zum 2:6 auf.

Damit hat SWO zunächst auch den dritten Tabellenplatz verloren. Nachdem das Team nun bereits die Kämpfe gegen die beiden Top-Mannschaften der Liga bestritten hat, gilt es nach dem Jahreswechsel wieder den dritten Tabellenplatz zurückzuerobern.

Bezirksklasse, 4. Runde: SV Horst-Emscher VI – SWO IV 5:3: Nach einer guten halben Stunde remisierte Spitzenbrett Jens-Stefan Kyas aus der Position der Stärke heraus. Nur wenig später beendeten auch Peter-Michael Holdsch (7) und Renate Heßbrüggen (6) ihre Partien. Doch während Holdsch seine Partie sicher gewann, verlor Heßbrüggen durch eine kleine Unaufmerksamkeit ihre Partie zum 1,5:1,5 Zwischenstand. Auch Neuzugang Stefanie Kyas (8) hielt in ihrer ersten Partie sehr gut mit, wurde aber unverhofft matt gesetzt. Nach etwa drei Stunden konnte Pascal Böcklein (3) wieder den Ausgleich herstellen, als er einen Fehler seines Gegenübersitzenden konsequent bestrafte. Zeitgleich remisierte Alessio Ciomperlik (5) seine Partie zum 3:3-Zwischenstand. Damit fehlte noch ein Punkt. Doch Philipp Horwat (2) tappte bereits in der Eröffnung in eine Falle, die ihn später einem Turm und die Partie kostete. Sebastian Bauer (4) hatte eine Remisstellung auf dem Brett und landete nach mehreren Abtäuschen in einem doppelten Turmendspiel. Es war eine schwer einzuschätzende Stellung entstanden, die Bauers Gegner besser überblickte und zur 3:5-Niederlage der Oberhausener ausführte.

Nach dieser knappen Niederlage will sich zunächst SWO IV über die Festtage erholen, um dann im neuen Jahr erneut einen Platz im Mittelfeld anzupeilen.