Strahlemann Bruns

Günter Bruns strahlte nach dem Schlusspfiff mit der Sonne um die Wette und klatschte jeden seiner ausgelaugten Schützlinge anerkennend ab. Der Trainer von Fußball-Landesligist DJK Arminia Klosterhardt hatte auch guten Grund zur Heiterkeit: Die Grün-Weißen bezwangen in einer kurzweiligen Partie den VfB Speldorf zu Hause mit 3:2 (2:1).

„Das war ein unterhaltsames Spiel mit einem guten Ende für uns. Da kan man nur gute Laune haben“, bekräftigte Bruns nur zu gerne seinen Gemütszustand. Aus einer geschlossenen Teamleistung hob Bruns hinterher mit Philip Bauer und Marcel Siwek zwei Akteure hervor, die unter der Woche mit Infekten zu kämpfen hatten: „Beide wollten unbedingt und haben sich vorbildlich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Die zwei Flügelspieler sollten denn auch direkt an den ersten beiden Arminen-Treffern beteiligt sein. Siweks Freistoß verlängerte Speldorfs Kapitän Semih Zorlu unglücklich mit dem Kopf ins eigene Tor – 1:0 (13.). Die Führung zu diesem Zeitpunkt war nicht unbedingt abzusehen, weil der VfB bis dato mächtig gedrückt hatte und sich damit offenbar Respekt verschaffen wollte. Klappte nicht ganz, denn Klosterhardt legte in Minute 25 nach, und wie: Erneut ein Standard, den diesmal Bauer von links einstudiert auf den zweiten Pfosten brachte. Pascal Pfeifer, der in der Spitze ohnehin unermüdlich rackerte und stets anspielbar war, legte auf den lauernden sowie nicht minder umtriebigen Sturmkollegen Furkan Celik ab – Seitfallzieher, Traumtor, 2:0!

Mit diesem doch komfortablen Vorsprung hatten die Arminen ihren Gästen gleich mehrere Zähne gezogen. Doch die Bruns-Elf musste sich in der Folge bei einigen Nachlässigkeiten in der Defensive ertappen lassen. So auch beim 2:1-Anschlusstreffer durch Ibrahim Bayraktar, dem das Leder nach gut einer halben Stunde an der Strafraumgrenze quasi auf dem Silbertablett präsentiert wurde. Eine erneute Angriffswelle der Mülheimer blieb aber ob einer konzentrierteren heransgehensweise seitens der Hausherren zunächst aus.

Nachdem Bauer einen abgefälschten Freistoß von Patrick Drechsler nicht im VfB-Kasten unterbingen konnte, fasste sich Sven Konarski wenig später aus über 20 Metern ein Herz und jagte den Ball sehenswert zum 3:1 in den Giebel (58.). Damit waren die drei Zähler aber längst nicht in trockenen Tüchern. Ex-Armine Kevin Bongers, der in der zweiten Hälfte von VfB-Coach Oliver Röder eingewechselt wurde, durfte fünf Minuten vor Schluss in Mittelstürmerposition unbedrängt zum 3:2 einnicken. Fast im Gegenzug vertändelte Celik einen Konter grob fahrlässig, als er das Vernaschen von Speldorfs Keeper Alexander Pleß einem direkten Abschluss vorzog.

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