Stefan Strelow rettete den Sieg

In der Oberliga hatten die Damen des TV Biefang gegen Solingen-Gräfrath letztlich keine Chance.
In der Oberliga hatten die Damen des TV Biefang gegen Solingen-Gräfrath letztlich keine Chance.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Landesliga-Herren des TV Biefang siegen knapp gegen Saarn. Tbd.-Damen bestrafen die Überheblichkeit von Ratingen und holen wichtige Zähler.

Tbd.. Oberliga Damen

TV Biefang -
HSV Solingen-Gräfrath II 23:32 (9:16)

Die TVB-Damen bekleckerten sich in der ersten Halbzeit nicht sonderlich mit Ruhm. „Das war eine einzige Katastrophe“, ärgerte Trainer Sebastian Köster vor allem die hohe Anzahl an technischen Fehlern. Die Gastgeberinnen trafen in etlichen Situationen falsche Entscheidungen und zeigten keine Übersicht. Gräfrath nutzte die Ballverluste konsequent und kam oft zu einfachen Treffern nach Gegenstößen. Nach dem Wiederanpfiff zogen die Biefangerinnen endlich ein vernünftiges Angriffsspiel auf und leisteten zudem solide Abwehrarbeit. Der Rückstand entpuppte sich allerdings zu groß. Alina Plaga, die wenige Minuten nach dem Seitenwechsel Isabell Groß im Tor ablöste, erntete von Köster ein Sonderlob: „Sie hat ein tolles Spiel gemacht.“

TVB: Groß, Plaga; Kaulfuß (3), J. Schneider, Schlinkert (4), Roesner (2), Häßler (4), Jugovac (4), L. Schröder (1), Möhring, A. Drespa (3), Liehs (1), Kottkamp (1).

Landesliga Herren

VfL Rheinhausen -
HSG RW O TV 23:29 (10:15)

Das Ergebnis stimmte Krzysztof Szargiej zwar zufrieden, weil mit dem erwarteten Sieg beim Tabellenletzten der zweite Platz verteidigt werden konnte. Die Art und Weise des Zustandekommens gefiel dem HSG-Trainer dagegen überhaupt nicht. „So, wie wir hier gespielt haben, geht das einfach nicht. Die Jungs müssen auch mal annähernd über 60 Minuten die Spannung halten“, echauffierte sich Szargiej über die teilweise viel zu laxe Einstellung seiner Schützlinge. Die Rot-Weißen gingen zügig mit 7:2 in Führung, taten dann aber nur noch das Nötigste. Gerade in der Abwehr agierten die Gäste viel zu lässig und ließen ihren zum Glück gut aufgelegten Keeper Joscha Peltz mehrfach im Stich. Der VfL blieb letztlich zu harmlos, um die Oberhausener ernsthaft in die Bredouille bringen zu können.

HSG: Lagerpusch, Peltz; Janduda (2), P. Kerger (2), Lohmann (2), Wagner (4), Henning Tervoort (10), Terhorst (5), Kempmann (1), Fries (1), Helge Tervoort (2).

TV Biefang -
DJK VfR Saarn 19:18 (7:7)

So wird man zum gefeierten Helden. Torhüter Stefan Strelow saß wegen akuter Kniebeschwerden 60 Minuten auf der Bank. TVB-Coach Benno Schupe wechselte „Steppken“ dann zur letzten Aktion ein: Siebenmeter Saarn, Strelow pariert, Sieg! Zuvor wusste Rolf Hollenberg schon im TVB-Kasten zu überzeugen. In einer wahren Abwehrschlacht ließen die Hausherren den Tabellenvierten kaum in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen. Trotz neuerlicher Abschlussschwäche stimmte bei den Bifis aber das Rückzugsverhalten. „Wir haben uns aufgerieben und hinten konsequent gearbeitet. Es hat sich wieder bewahrheitet, dass wir gewinnen können, wenn wir den Gegner unter 20 Tore halten“, freute sich Schupe über den gelungen Coup.

TVB: Strelow, Hollenberg; Ebbers (5), Werken (3), T. Siegers (6), K. Leprich, Melis, T. Schultz, P. Giesbert (2), Annabi (2), Benninghoff, Neumann, Hausmann (1).

Landesliga Damen

Tbd. Osterfeld -
TV Ratingen 30:28 (18:19)

Die Osterfelderinnen stellten schon vor dem Anpfiff eine gewisse Überheblichkeit bei ihrem Gegner fest. „Ratingen war sich offenbar zu sicher und hat nicht mit unserer Gegenwehr gerechnet. Den Zahn haben wir ihnen mit unserer wohl besten Saisonleistung schön gezogen“, war Abteilungsleiter Volker Latza von der durchweg engagierten und konzentrierten Vorstellung der Mannschaft angetan.

Das Team von Linienchef Michael Ogrinz offenbarte zwar in Durchgang eins einigermaßen ungewohnte Lücken in der Defensive. Dafür lief es vorne schon wie am Schnürchen. Vom zwischenzeitlichen und kritischen 19:21 ließen sich die willensstarken Tbd.-Damen nicht aus der Ruhe bringen. Fünf Minuten vor Schluss sorgten sie selbst dann mit dem 28:25 für die Vorentscheidung.

: Weinert; T. Latza (8), Nicklich (5), Junkers (4), Beck (6), Arndt (3), Kalinski, Bongers (1), Höfken (3).