Spiel ohne Not aus der Hand gegeben

VfL II-Trainer Dimitrios Grammozis: Es war sehr glücklich, dass wir hier die drei Punkte mitgenommen haben. Das gibt uns Hoffnung für die nächsten Spiele, zumindest rechnerisch den Klassenerhalt zu schaffen. Nach den letzten Wochen mit schlechten Nachrichten tut uns das gut. RWO hatte eine gute Serie, aber wir haben gehofft, dass sie angesichts des Spiels gegen den MSV die letzte Zweikampfhärte vermissen lassen würden. Wir waren von der ersten Sekunde sehr gut im Spiel. Den frühen Rückstand nach einem sehr guten Ball konnten wir nicht verhindern, wir sind aber immer weiter nach vorn gegangen. Auch nach dem Wechsel haben wir Moral bewiesen und das Spiel gut kontrolliert. Der Ausgleich zum 2:2 war ärgerlich, letzten Endes haben wir uns mit dem dritten Tor für unseren Willen belohnt.


RWO-Trainer Andreas Zimmermann: Ich muss erst mal schlucken. Nach sechs Siegen und zwei Unentschieden ist dieses Ende der Serie bitter. Wenn man merkt, dass man nicht gut spielt und kurz vor Schluss den Ausgleich schafft, muss man auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Da darf man solch eine Chance, gleich ob Handspiel oder nicht, nicht mehr zulassen. Das war eine Katastrophe. Wir haben gut begonnen, doch nach der Führung war der Schlendrian drin. Manche dachten wohl, Kräfte sparen zu können. Der Freistoß-Treffer zum 1:1 war ein Slapstick-Tor. Danach haben uns zum Teil kuriose Entscheidungen des Gespanns beeinflusst. Aber darunter darf der Spielfluss nicht leiden. In der zweiten Halbzeit haben wir gerade mal fünf Minuten gut gespielt. Das war kurz vor dem Ausgleich. Ich muss mir Gedanken machen, wer am Mittwoch von Beginn an aufläuft. Die Mannschaft mag jetzt nach dem Spiel sauer sein. Es wäre besser gewesen, sie hätte das vorher auf dem Platz gezeigt.


Torschütze David Jansen: Das Ergebnis ist ärgerlich, es ist schwer gegen 14 Mann zu spielen. Zwei Toren gingen Handspiele voraus, doch so dürfen sie trotzdem nicht fallen. Wir wollten auch nach dem 1:0 weiter gut spielen. Das hat nicht geklappt.


Mittelfeldmann Alex Scheelen: Das war ein unangenehmer Gegner. Wenn man 1:0 führt, darf man das Spiel nicht so aus der Hand geben. Wir waren nicht konsequent genug, irgendwie war doch das Spiel Mittwoch im Hinterkopf. Wir können Geschichte schreiben. So oft treffen wir ja nicht mehr auf den MSV.