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Sommers: Wir stopfen immer Löcher

15.02.2012 | 16:29 Uhr

Die möglichen Mittelkürzungen der Stadt für den Leistungssport in Oberhausen erschrecken RWO-Chef Hajo Sommers zunächst mal nicht.

„Wir gehen davon aus, dass die Unterstützung der EVO für die Saison 2012/13 dem bisherigen Sockelbetrag entspricht.“ RWO-Chef Hajo Sommers telefonierte gestern mit EVO-Geschäftsführer Hartmut Gieske und bekam dies gesagt – nach jetzigem Stand. „Was danach kommt, weiß kein Mensch“, so Sommers, der mit RWO-Geschäftsführer Jörg Lange und einem Wirtschaftsprüfer derzeit die Lizenzierungsunterlagen für die kommende Saison zusammenstellt.

Wegen der akuten Sparzwänge der Stadt war jetzt als Testballon auch die Unterstützung des Spitzensports in Oberhausen mit auf den Prüfstand gekommen – ohne dass in irgendeiner Form Konkretes vorgelegt wurde. Sommers halbwegs unbeeindruckt ob des Vorstoßes aus der Politik: „Wir planen für die Dritte Liga und stellen unsere Zahlen zusammen. Und dabei soll es gar nicht so schlecht aussehen: „Einige Sponsoren sind schon wieder dabei und die fragen auch gar nicht, ob Dritte oder Vierte Liga. Denen ist das egal.“ Einem möglichen Trikotsponsor aber wohl wegen der Fernsehpräsenz nicht. Bekanntlich läuft der Vertrag mit Vatro zum Saisonende aus. Sommers: „Es ist selbst in der Dritten Liga schwer, jemandem das Trikot zu verkaufen.“ Aber der Verein arbeite dran, diese Woche stünden weitere Gespräche an.

Zum nicht unmöglichen Abstieg: „Wir haben die Vierte Liga im Kopf, planen dafür aber nicht.“ Die 35 000 Euro, die dort für die Lizenz anfielen, bekommt wohl auch Rot-Weiß auf die Kette. Gleichwohl sei es wie (Ausnahme zweites Jahr Zweite Liga) wie in jedem Jahr bei den Oberhausenern: „Wenn sich irgendwo ein Riesenloch auftut, muss man eben wieder an der Personalschraube drehen. Dann trifft es Mannschaft und Geschäftsstelle, bedauert Sommers zwar, sieht aber keinen anderen Weg. Den Jugendfußball bei RWO sieht er als „soziales Projekt“, der solle auf keinen Fall leiden. Daher: „In der Zweiten und Dritten Liga geht es nicht ohne örtlichen Sponsor. Wir suchen und man kann uns und den Oberbürgermeister mit ein bisschen mehr Geld schnell glücklich machen.“ In den genannten Ligen seien die Hauptsponsoren bis auf wenige Ausnahmen Geldinstitute, örtliche Energieanbieter oder Immobilienträger.

Peter Voss

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Kommentare
15.02.2012
19:10
Statt drittklassigen oder viertklassigen Fußball zu pampern sollte lieber der Spitzensport gefördert werden!
von Schantall | #1

Und den gibts ja zum Glück noch in Oberhausen

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