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Sieg war nicht in Gefahr

24.06.2012 | 18:16 Uhr
Sieg war nicht in Gefahr
NBO-Kapitänin Sarah Austmann (Nr. 8) und ihre ehemaliga NBO-Kollegin Sonja Greinacher beim Sieg gegen Bulgarien. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Damen-Nationalmannschaft um Sarah Austmann zeigt sich beim 77:56-Erfolg gegen Bulgarien in guter Verfassung

Auf den Eintrittskarten war Sarah Austmann groß abgebildet. Und die Basketballerin von evo NB Oberhausen hatte dann am Sonntag bei ihrem Heimspiel auch auf dem Feld wesentlichen Anteil am 77:56 (41:35)-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Bulgarien. Die Willy-Jürissen-Halle bleibt somit ein gutes Pflaster für das deutsche Team, das im dritten Spiel der EM-Qualifikation den zweiten Sieg landete.

Die Halle war zwar längst nicht ausverkauft, aber neben vielen Basketball-Interessierten aus der näheren Umgebung hatten auch viele ehemalige Mitspielerinnen von Sarah Austmann den Weg in die Jürissen-Halle gefunden. Viel Zeit zum Klönen blieb aber nicht. Nur wenige Minuten nach Spielschluss beorderte Bundestrainer Andreas Wagner sein Team in die Kabine zur Nachbesprechung.

Es dürfte jedoch eine insgesamt zufriedene Ansprache gewesen sein. Denn das deutsche Team begann zwar nervös, steigerte sich aber mit zunehmender Spieldauer. Lagen die Osteuropäerinnen zu Beginn noch meist knapp vorn, nahmen die Deutschen Mitte des ersten Viertels das Heft immer mehr in die Hand. Initialzündung waren zwei Dreier von Anne Breitreiner, die gestern von den Gästen zu keiner Zeit in den Griff zu bekommen war.

Die 27-Jährige, die nach einem Gastspiel in der lukrativen französischen ersten Liga zur kommenden Saison wieder zu ihrem Heimatverein nach Wasserburg wechseln wird, traf nach Belieben. Mitte des zweiten Viertels jedoch schlichen sich wieder Unkonzentriertheiten ein und die Bulgarinnen konnten erneut in Führung gehen (30:31, 17.).

Es sollte jedoch die letzte Führung bleiben. In die Halbzeit konnten die Deutschen einen Sechs-Punkte-Vorsprung nehmen, der ihnen offenbar Selbstvertrauen gab. Vor allem Lokalmatadorin Austmann kam wie verwandelt aus der Kabine. Acht Punkte in Folge gelangen der Spielführerin von evo NBO und die Partie war früh vorentschieden. Durch die nun immer besser werdende Verteidigung wurde den Gästen recht schnell der Mut genommen.

Im letzten Viertel verpassten die Deutschen sogar einen höheren Sieg, weil sie im Angriff immer wieder das Tempo herausnahmen, sich selber dabei aber etwas aus dem Rhythmus brachten. Dank der starken Verteidigung und einer Breitreiner im Angriff stand am Ende aber dennoch ein Sieg von 21 Punkten auf der Anzeigetafel.

Heute trainiert das Team noch einmal in Oberhausen, ehe es dann nach Stockholm geht, wo am Mittwoch ein vorentscheidendes Auswärtsspiel auf dem Programm steht.

Ralf Bögeholz



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