Schwarzer Tag für Liefgen

Die Kegler der KSG Montan erwischten fast durch die Bank einen Sahnetag, aber eben nur fast.
Die Kegler der KSG Montan erwischten fast durch die Bank einen Sahnetag, aber eben nur fast.
Foto: Michael Dahlke
Die KSG Montan spielte in der ersten Runde der Playoffs in Rekordform. Ein kleiner Patzer kostete dann aber die ganz große Sensation.

Beim ersten Spiel der Playoffrunde schnupperten die Bundesligakegler der KSG Montan Holten-Duisburg vier Durchgänge lang an der Sensation, bis sich das Blatt wendete. Gleichwohl lieferten die Mannen von Coach Röttgen ein überragendes Spiel ab und toppten mit 5507 Holz ihren eigenen Mannschaftsrekord. Dass es in der Spieltagswertung nur zu Platz drei hinter dem Seriensieger KF Oberthal (5643) und dem Gastgeber KSV Riol (5607) reichte, tut der Sache keinen Abbruch, bestehen doch noch geringe Aussichten auf den deutschen Meistertitel. In der Gesamtwertung führen nun die KF Oberthal mit acht Punkten vor der KSG mit fünf. Dahinter folgen Riol mit vier und Heiligenhaus mit zwei Zählern.

Bereits zu Beginn der Partie, die in der Playoffrunde in einem anderen Modus durchgeführt wird (jeweils ein Kegler pro Team pro Durchgang) gelang es Marcel Schneimann (921 Holz), sich gut zu platzieren. Das erste richtig dicke Ausrufungszeichen allerdings setzte dann André Laukmann, durch dessen 955 sich die KSG zum ersten Mal an Hauptkonkurrent Oberthal vorbei schob. Der nächste Knaller folgte sogleich, denn Youngster Robert Heinichen legte im ersten Playoffspiel seiner Karriere noch einen drauf und brachte die Holten-Duisburger mit 960 erstmals in Führung. Auch Knut Martini (924) als vierter Spieler zeigte sich prächtig aufgelegt und vergrößerte den Vorsprung auf die anderen Teams auf über 30 Holz. Doch dann kam es knüppeldick für Montan, denn der luxemburgische Altinternationale Marcel Liefgen erwischte einen rabenschwarzen Tag und wurde zum Opfer seiner Nerven. Nichts wollte gelingen und seine 814 warfen die KSG wieder klar auf Platz drei zurück, da die Hauptgegner die Schwäche eiskalt ausnutzten. Stephan Stengers bärenstarke 933 konnten zum Schluss leider kein verlorenes Terrain zurück erobern. So müssen die Holten-Duisburger mit zwei Tageswertungspunkten zufrieden sein, bleiben aber auf Rang zwei der Gesamtwertung.

Insgesamt wurde den Zuschauern überragender Kegelsport geboten. Die nationalen und internationalen Meister ihres Fachs, die allesamt in der deutschen Bundesliga spielen, zeigten durchweg ihr großes Können und spielten nahezu allesamt Ergebnisse jenseits der 900er-Marke. Das gleiche Niveau ist auch zu erwarten, wenn sich die Kegelelite zum zweiten von vier Spieltagen der Meisterrunde am 18. April in Duisburg (Sportschule Wedau, 12 Uhr) trifft. Für die KSG ist noch alles drin, allerdings benötigt man ein wenig Schützenhilfe der Kontrahenten.