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Safak hatte den längeren Atem

14.03.2010 | 19:09 Uhr

Als der Schlusspfiff an der Dinnendahlstraße ertönte, fiel Andreas Koltermann zu Boden. Dem Torhüter der Spvgg. Sterkrade-Nord stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, hielt er doch seine Mannschaft im Lokalderby mit vielen tollen Paraden beim Herbst- und Stadtmeister TSV Safakspor lange im Rennen. Doch geholfen hat es letztlich nichts, da Safak am Ende mit 3:2 (1:1) die Oberhand behielt. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Am Ende konnten wir einfach unsere Ausfälle nicht kompensieren“, konnte Udo Hauner noch lächeln.

Taktisch clever

Seine Mannschaft agierte in der ersten Hälfte geschickt und störte Safak schon beim Spielaufbau. Das gefiel den Hausherren gar nicht, so dass sie überhaupt nicht ins Spiel fanden. Trotzdem gingen sie in Führung. Da hatte die Hintermannschaft der Nordler um den bärenstarken Kapitän Kevin Fiedler und Timo Pach einmal nicht aufgepasst, und dies nutzte Ramazan Alakazli zur Führung (22.). Die Gäste waren nicht geschockt und antworteten zehn Minuten später: Nach einer präzisen Flanke von Torben Wissen köpfte Oliver Straub zum Ausgleich. Der war auch mehr als verdient.

In Durchgang zwei drückte Safak auf’s Gaspedal und Nord konnte dieses Tempo nicht mithalten. Nun ergaben sich Chancen im Minutentakt für die Osterfelder - und das zahlte sich zwangsläufig aus. Ahmet Büyüköztürk (55.) und Oktay Cin (66.) brachten Safakspor auf die Siegerstraße und kurz darauf hätte Büyüköztürk alles klar machen können, doch seinen schwach geschossenen Elfmeter parierte Koltermann (70.).

So blieben die Schmachtendorfer im Spiel und schöpften durch einen Sonntagsschuss von Chris Wiegand neue Hoffnung (82.). Vor den Augen von Ex-Safak-Trainer Aslan Kilic (war mit Sohnemann Mert am Platz, der gestern elf Jahre alt wurde) zitterte der TSV sich bis zum Schlusspfiff und Kilic, der mit Safakspor einst in die Bezirksliga aufgestiegen war, fand: „Ein tolles Spiel.“ Kilic arbeitet übrigens mit beiden Trainern, Özay Aydin und Hauner zusammen. Das Trio verabschiedete sich demnach mit einem kurzen „Tschüss, bis morgen früh.“ Gesprächsbedarf wird heute auf dem Pütt sicherlich vorhanden sein.

Marc Guntermann

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