RWO will gegen Preußen Münster eine Aufholjagd starten
20.01.2012 | 17:02 Uhr 2012-01-20T17:02:00+0100
Oberhausen. Am Samstag kommt es im Stadion Niederrhein zum Derby zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Preußen Münster. Dabei möchte das Team von Trainer Mario Basler mit aller Macht aus dem Tabellenkeller klettern. Helfen sollen die Neuzugänge David Jansen, Benjamin Weigelt und Anel Dzaka.
Auf Werbefotos bläst RWO-Trainer Mario Basler in Jägerkluft zur Aufholjagd. „Wir wollen Preußen mit da unten reinziehen“, sagt er vor dem Jahresstart gegen den Aufsteiger am Samstag, 13.30 Uhr, im Stadion Niederrhein. Das hört sich zunächst mal sehr ambitioniert an, denn die Preußen sind mit acht Punkten Vorsprung ein gutes Stück über RWO in der Tabelle platziert.
Dabei helfen soll David Jansen. Wegen der DFB-Bestätigung, dass die Saison bei RWO finanziell abgesichert ist, leistete sich der Verein mit dem Paderborner Angreifer den dritten Winterneuzugang. RWO-Trainer Basler: „Mit David haben wir einen großen und kopfballstarken Stürmer geholt, der auch menschlich hervorragend zu uns passt. Damit sind wir im Angriff um eine wertvolle Alternative reicher geworden.“ Jansen ist ein Kandidat für die Startelf am Samstag.
Mehr Routine dank der Neuzugänge Weigelt und Dzaka
Doch Basler setzt auch auf den Schwung der Vorbereitung und auf die Routine der beiden Neuzugänge Benjamin Weigelt und Anel Dzaka. Weigelt hat bereits gezeigt, dass er auf der linken Seite Sicherheit bringt, mit Dzaka hofft der Club endlich den Spieler gefunden zu haben, der im Mittelfeld die Bälle verteilen kann, um die verheerende Torquote der Rot-Weißen zu verbessern.
Denn RWO hatte nicht etwa nur ein Sturmproblem, sondern ein Qualitätsproblem in allen Mannschaftsteilen, teils hausgemacht, teils verletzungsbedingt. Mit den beiden Neuen und mit den Rückkehrern Felix Schiller für die Innenverteidigung und Timo Kunert für die rechte Außenbahn dürfte sich einiges tun. Der erfahrene Michael Melka ist als Nummer eins im Tor gesetzt.
Was aber längst nicht heißt, dass alles Gold ist. Mario Klinger und Danijel Gataric (beide Außenband) fehlen, schwer fällt der Benjamin Reichert ins Gewicht. Für die rechte Verteidigerposition muss sich Basler ebenfalls etwas einfallen lassen, da Dominik Borutzki wegen Achillessehnenbeschwerden in der Woche kaum trainieren konnte. Die getestete Variante Florian Abel/Timo Kunert auf rechts hat halbwegs geklappt. Dimi Pappas fehlt gelbgesperrt, so dass Tobias Willers und Schiller die Innenverteidigung bilden dürften. Jeff Gyasi klagte zwar in der Woche über Kniebeschwerden, sollte aber hinter Dzaka den Abräumer geben können.
Felicio Brown Forbes in der Nähe der ersten Elf
Für die linke Außenbahn hat sich zuletzt Serkan Göcer auch mit seinem engagierten Auftritt gegen Dortmund empfohlen. Felicio Brown Forbes, der kurzzeitig ausgemustert war, bat noch einmal um eine Chance und soll sich durch gute Trainingsleistungen in die Nähe der ersten Elf gespielt haben. Gegen Dortmund immerhin stimmte seine Einstellung – als rechter Verteidiger!
Über die dürfte das Spiel ohnehin entschieden werden, denn in dem einzigen Drittligaspiel, das für RWO einigermaßen als Derby gelten kann und damit kampfbestimmt sein wird, werden Einsatz und Wille über den Sieg entscheiden. Basler: „Wir werden alles in die Waagschale werfen.“
Die mannschaftliche Geschlossenheit soll in der Vorbereitung weiterentwickelt worden sein. Der Trainer: „Wir wollen mit aller Macht aus dem Tabellenkeller, dafür haben wir 17 Spiele vor der Brust, in denen wir Vollgas geben müssen. Dabei brauchen wir Spieler, die mit Herz und Kopf alles für den Verein geben.“
Dass Mike Terranova so einer ist, ist unstrittig und daher dürfte er neben Jansen den Angriff bilden. Marvin Ellmann und Christopher Kullmann könnten später ergänzen. Fatih Candan hingegen, seit der Winterpause zur Ersten hochgezogen, ist wegen einer Meniskusverletzuung zunächst mal aus dem Spiel.
Der RWO-Gegner:
Nach dem Traumstart mit 21 Punkten aus den ersten 14 Partien folgte eine Durststrecke mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen vor der Winterpause. Punkteteilungen in Saarbrücken und Erfurt zeigen jedoch an, dass mit dem Aufsteiger auch auswärts zu rechnen ist.
Ein Wiedersehen gibt es gleich mit drei ehemaligen Rot-Weißen. Torwart Daniel Masuch stand bereits beim 1:0 in der Hinrunde im Tor, Winterzugänge hingegen sind Dennis Grote und Fabian Hergesell, die die linke Seite der Westfalen verstärken sollen.
Das Team von Marc Fascher hat die beiden letzten Tests gegen den MSV Duisburg (2:3) und Viktoria Köln (1:1) zufriedenstellend absolviert. Gegen den MSV setzte Fascher die aus der A-Jugend hochgezogenen Julian Büscher und Simon Scherder ein, sie dürften auch gegen RWO zum Zug kommen. Fraglich hingegen ist der Einsatz von Abwehrchef Patrick Kirsch nach einer Fersen-Operation.
Im Test gegen Köln experimentierte Fascher und setzte Kapitän Stefan Kühne in der Innenverteidigung ein. Neben ihm konnte der acht Monate verletzte Dominique Ndjeng 90 Minuten durchspielen, ist aber noch nicht wieder auf altem Niveau. Im Angriff soll die Form bei den Routiniers Babacar N’Daye und Sercan Güvenisik ansteigend sein. Zählbar war das allerdings nicht, denn gerade im Test gegen Köln war die Chancenverwertung schlecht. Allein Radovan Vujanovic traf.
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