RWO fehlte ein Tor

Timo Uster (Mitte) spielte ein gutes Turnier.
Timo Uster (Mitte) spielte ein gutes Turnier.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Als Gruppendritter schied die RWO-Traditionsmannschaft mit Pech beim Masters nach der Vorrunde aus. Es fehlte nur ein Tor zum Weiterkommen.

Im Halbfinale wähnten sich bereits die Fußball-Oldies von Rot-Weiß Oberhausen am Samstagnachmittag bei der zehnten Auflage des NRW-Traditionsmasters in der Mülheimer RWE-Sporthalle. Moderator Ralf Bosse hatte den Einzug in die Endrunde nach dem letzten Vorrundenspiel schon verkündet. Doch die Turnierleitung hatte sich verrechnet. Schließlich landete das von Volker Schmidthaus gecoachte Team auf dem dritten Tabellenplatz in der Gruppe B. Das vorzeitige Aus nach nur drei Spielen, wegen des schlechteren Torverhältnisses. Schmidthaus: „Das Leben ist hart, aber ungerecht. Aber das war einer unserer besseren Auftritte, wir haben wirklich Spaß gehabt.“ Turniersieger wurde der FC Schalke 04.

„Wir hatten uns schon auf das Halbfinale gefreut. Aber es ist letztendlich alles korrekt. Bei gleicher Tordifferenz haben die Mülheimer mehr Treffer erzielt. Ich gönne es dem Gastgeber, erstmals in die Endrunde eingezogen zu sein“, sagte Oliver Adler nach dem Abschluss der Gruppenspiele. Der Kult-Keeper war zwar über das frühzeitige Ausscheiden enttäuscht, meinte aber: „Wir haben uns gut verkauft und sogar den starken MSV Duisburg geschlagen. Leider haben wir im ersten Turnierspiel gegen Mülheim die Anfangsphase verschlafen. Gegen Schalke hatten wir Pech. Der entscheidende Treffer zum 1:2 fiel erst kurz vor Schluss.“

In der Auftaktpartie gegen die Mülheim All Stars gerieten die Oberhausener schon nach fünf Minuten mit 0:2 in Rückstand. Dimi Pappas per Distanzschuss, Carsten Kemnitz mit einem technisch sehenswerten Treffer und Nassirou Ouro-Akpo nach maßgerechter Vorlage von Frank Scharpenberg reparierten den schwerfälligen Aufgalopp und brachten RWO mit 3:2 in Führung. Der frühere Profi Michael Klauß sorgte aber noch für den Mülheimer Ausgleichstreffer. Schmidt-haus: „Wir spielen einfach selten zusammen, weil die meisten von weit her kommen. Da gibt es anfangs immer Abstimmungsschwierigkeiten“. Die nutzte die eingespielte Mülheimer Truppe um Willi Landgraf eiskalt aus.

Im Duell gegen den FC Schalke 04 löste Markus auf der Heiden seinen Kollegen Oliver Adler zwischen den Pfosten ab. Mehrmals scheiterten die „Königsblauen“, die mit den Alt-Internationalen Klaus Fischer und Rüdiger Abramczyk sowie aber auch einigen jüngeren Spielern angereist waren, am gut aufgelegten Auf der Heiden. Erst spät fielen in dieser Partie die Tore. Zunächst traf Sven Laumann für die Schalker, dann — genau eine Minute vor der Schluss-Sirene — Nassirou Ouro-Akpo. Der 1:1-Zwischenstand war aber nur von kurzer Dauer. Christian Mikolajczak sorgte für den Treffer zum 2:1-Endstand für den späteren Turniersieger. „Das war ärgerlich, wir hatten so viele Chancen“, beklagte Schmidthaus. Ouro-Akpo traf zweimal Pfosten und Latte, Timo Uster hatte Pech mit einem sehenswerten Distanzschuss, den der Schalker Keeper mit den Fingerspitzen entschärfte.

Ein Sieg zum Schluss

Damit standen die bis dato sieglosen Oberhausener im letzten Gruppenspiel gegen den MSV Duisburg, Sieger von 2012 und 2013, unter Druck. Die Zebras legten durch Abdelaziz Ahanfouf vor. Dimi Pappas erzielte das Ausgleichstor. In der spannenden Schlussphase legten sich beide Teams kräftig ins Zeug. Die Zeit lief unerbittlich weiter. Eine Sekunde vor Schluss zappelte der Ball nach einem Schuss von Ouro-Akpo plötzlich im Netz — 2:1 für RWO!

Aus Sicht der Oberhausener blieb im letzten Vorrundenspiel leider die Schützenhilfe der favorisierten und bereits für das Halbfinale qualifizierten Schalker aus. Die Knappen kassierten eine 2:3-Niederlage gegen Mülheim und die Hausherren verdrängten RWO damit noch vom zweiten Tabellenplatz.

Dennoch: Die RWO-Traditionsmannschaft hat sich in Mülheim gut verkauft, schließlich ist die Konkurrenz sehr stark. Oliver Adler erklärte: „Wir absolvieren nur dieses Hallenturnier. Ansonsten treffen wir uns noch zu einigen losen Partien im Jahr. Viele Spieler wohnen weiter weg, kommen beispielsweise aus Berlin oder Stuttgart angereist. Andere Teams trainieren regelmäßig. Das ändert sich aber hoffentlich bald. Spieler wir Pappas rücken bei uns nach.“

Die Oberhausener setzen bei den „Alten Herren“ auf den Nachwuchs. Und träumen von einer Wiederholung des Turniersieges von 2009 beim NRW-Traditionsmasters in Mülheim.