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RWO erleidet überflüssige Niederlage gegen Bergisch-Gladbach

27.10.2012 | 17:09 Uhr
RWO erleidet überflüssige Niederlage gegen Bergisch-Gladbach
Trainer Peter Kunkel war nach dem Spiel sehr enttäuscht von seinem Team.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Rot-Weiß Oberhausen ließ beim 0:1 gegen Bergisch-Gladbach fahrlässig die große Chance liegen, sich Luft zum Tabellenkeller zu verschaffen. Trainer Peter Kunkel war dementsprechend sauer.

Das war gar nichts: Nach einer kämpferisch enttäuschenden Leistung handelte sich RWO gegen den SV Bergisch-Gladbach eine ebenso verdiente wie überflüssige 0:1 (0:1)-Niederlage ein. Damit muss der Blick wieder nach unten gerichtet werden. Die Elf von Trainer Peter Kunkel fand gegen die kompakt stehenden Gäste nie richtig ins Spiel und hatte kaum eine zwingende Gelegenheit. Die Bergisch-Gladbacher hingegen warteten mit den Tugenden auf, die RWO in seinen besseren Spielen gezeigt hatte. Mit Kampf und Laufbereitschaft sicherte sich die Elf von „Didi“ Schacht den Dreier. Kunkel sprach hernach von vier Totalausfällen und dazu allen anderen, die deutlich weniger als 100 Prozent gezeigt haben: „Damit kann man nicht gewinnen.“

Wie erwartet ließ er Gökan Lekesiz im Sturmzentrum statt Mike Terranova beginnen und setzte dabei auf jugendlichen Tatendrang. Den zeigte der ehemalige Aachener auch, doch bis zum Ziel reichte es nicht. Seine größte Chance vergab er aus kurzer Distanz nach Kopfballvorlage von Kapitän Jörn Nowak nach einem Standard – Torwart Sven Forsbach kam noch an den Ball. Dies sollte für RWO die gefährlichste Szene des gesamten Spiels bleiben.

Ralf Schneider war ein Schwachpunkt

Da führten die Gäste bereits mit 1:0. Ralf Schneider, diesmal ein Schwachpunkt in der Mannschaft, attackierte im Mittelfeld nicht aggressiv genug, ein weiter Ball fand Rachid Eckert am langen Pfosten und der hatte keine Mühe gegen die indisponierte Innenverteidigung der Oberhausener abzuschließen. Patrick Nettekoven war gegen den Schuss aus kurzer Distanz machtlos (19.). Das spielte den Gästen noch mehr in die Karten. Deren Viererkette stand sicher, davor rotierte ein Vierer-Mittelfeld und erstickte die meisten Bemühungen der Rot-Weißen um kreativen Spielaufbau meist im Keim. Ken Asaeda und Hiromu Watahiki verloren hier das Duell klar nach Punkten und brachten kaum gefährliche Bälle auf die Außen, geschweige denn in die Spitze. Ein Schuss von Nowak ans Außennetz (16.) und ein Kopfball des schwachen Sebastian Mützel übers Tor (41.) waren die einzig nennenswerten Szenen bis zur Pause.

Kunkel stauchte seine Mannen in der Kabine ordentlich zusammen. „Die ganze Woche rede ich mir den Mund fusselig und dann sind doch alle weit unter ihren Möglichkeiten. Ohne Laufbereitschaft und aggressives Zweikampfverhalten geht es einfach nicht.“

RWO fand kein Mittel, das Spiel zu drehen

Nach dem Wechsel mühten sich die Gastgeber um mehr Zug zum Tor, Wirkung zeigte dabei dann der Doppelwechsel zu Marvin Grumann und Mike Terranova. Der junge Mittelfeldspieler versuchte Linie ins Spiel zu bringen und die gut gestaffelte Verteidigung der Bergisch-Gladbacher mit Pässen zu überwinden. Doch weder Mützel (48.) noch der wie immer emsige Sindi mit einem Kopfball übers Tor (61.) brachten die Kugel im Netz unter. Es wäre auch schlichtweg nicht verdient gewesen, da sich am Gesamtbild nichts entscheidend änderte. Die Schacht-Truppe machte geschickt dicht, beherrschte die Zweikämpfe und RWO fand kein Mittel, um das Spiel zu drehen. Optisch waren die Oberhausener zwar überlegen, doch wirklich Gefährliches sprang bis zum Schusspfiff des schwachen Referees Sven Waschitzki nicht heraus.

So wurde eine große Chance vertan, sich wirklich Luft zu den unteren Rängen zu verschaffen – bei bekanntermaßen sechs Absteigern überaus fahrlässig. Das wurde einigen der Akteure unmittelbar nach Ende der Partie offensichtlich klar. Mit hängenden Köpfen oder ratlos auf dem Rasen sitzend ließen sie die Partie noch einmal vor ihrem geistigen Auge ablaufen. Viel zu spät.

Peter Voss


Kommentare
28.10.2012
00:26
Schusspfiff des schwachen Referees Sven Waschitzki
von Frankiboy51 | #1

Ok, wir waren schlecht drauf, ab der 12. Minute, aber manchmal kann man auch die Lust verlieren.
Jetzt weiß ich, warum sich mein negativer Eindruck bestätigte. Der Schieri kommt aus Exxen, die Assis waren blind und ausser dem Spiel:
TV Jahn Hiesfeld Rot-Weiß Oberhausen II 1 : 0
hat kein Verein der 4. und 5. Liga sein Heimspiel unter seiner Leitung gewonnen. :-(

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