RWO-B ist Bundesligist

Am letzten Spieltag durften die B-Junioren von RWO endlich den Bundesliga-Aufstieg bejubeln.
Am letzten Spieltag durften die B-Junioren von RWO endlich den Bundesliga-Aufstieg bejubeln.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Die Bilanz der Oberhausener Teams in der Niederrheinliga fällt sehr gut aus.

Niederrheinliga U 19

RWO: Nach dem Abstieg aus der A-Junioren-Bundesliga war für die U 19 von Rot-Weiß Oberhausen der direkte Wiederaufstieg nicht das Ziel: „Der Ausbildungsgedanke steht im Vordergrund“, hatte Trainer Mike Tullberg zu Beginn der Saison gesagt.

Womöglich war den Verantwortlichen schon bewusst, dass mit Rot-Weiss Essen eine Mannschaft in der Liga antrat, die nur zu schlagen wäre, wenn wirklich alles passte. Das war bei RWO jedoch nicht immer der Fall. Vor allem die Chancenverwertung ließ über weite Strecken der Saison zu wünschen übrig. So konnte man zwar gegen schwächere Gegner punkten, in den direkten Duellen mit RWE verloren die Oberhausener jedoch. Der Erzrivale konnte sich dadurch schon einige Wochen vor Saisonende über den Wiederaufstieg freuen. RWO wurde souveräner Zweiter.

Für Tullberg ist die Vizemeisterschaft die Krönung einer erfolgreichen Saison: „Wir haben 62 Punkte geholt, das hat in vergangenen Jahren immer für die Meisterschaft gereicht. In dieser Saison hatten wir das Pech, dass mit RWE eine Mannschaft in der Liga war, die ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat als wir. Angesichts dessen ist der zweite Platz ein fantastisches Ergebnis. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

In der kommenden Saison will RWO das nachholen, was sie in dieser Spielzeit verpasst haben: „Wir wollen ganz oben angreifen.“

Arminia Klosterhardt: So hohe Ziele wie die Rot-Weißen hatte die Arminia aus Klosterhardt nicht. Das Aufsteiger-Team von Markus Behnert gab vor dem Saisonstart allein den Klassenerhalt als Ziel aus. Daraus wurde zunächst die größte Überraschung der Liga, denn die Arminia gewann Spiel auf Spiel und führte zunächst völlig überraschend die stark besetzte A-Junioren-Niederrhein-Liga an. Behnert hielt sein Team aber auf dem Boden: „Das ist eine Momentaufnahme. Wir wissen ganz genau, was wir können und was nicht.“ Aber mit dem bärenstarken Start sicherte sich die Truppe vom Hans-Wagner-Weg letztlich den Klassenerhalt. Nach der ersten Niederlage im siebten Spiel kehrt der Alltag ein, von da an war die DJK wirklich in der Liga angekommen und erarbeitet sich fortan ihre Erfolge. Aber es sollte reichen, Behnerts solide Arbeit zahlte sich mit dem souverän erreichten Klassenziel aus. Dies obwohl die A in der Schlussphase der Saison arg ersatzgeschwächt war, weil Verletzungspech sowie Abstellungen an die erste Mannschaften. Letzteres ist durchaus als Kompliment an die Talentschmiede zu sehen. Die 1:5-Niederlage im abschließenden Derby gegen RWO juckte keinen mehr. Arminia beendete die Spielzeit mit einem starken Torverhältnis von 52:38 und 44 Punkten auf einem sehr guten fünften Rang. Damit hätte niemand vor der Spielzeit gerechnet. Behnert freut sich jetzt auf die neue Saison, die er mit der gleichen Energie angehen will wie die Aufstiegssaison.

Niederrheinliga U 17

RWO: In der Saison war die U 17-Niederrheinliga, anders als in den Jahren zuvor, eingleisig. Da sich die Mannschaften somit nicht auf zwei Gruppen aufteilten, war die Leistungsdichte der Liga dementsprechend höher. Das musste auch RWO erfahren. Zwar punktete das Team von Michael Pomp beständig, so dass schnell klar wurde, dass sie Favorit auf die Meisterschaft sind, doch patzten sie öfter gegen vermeintlich schwächere Gegner. Somit blieb es bis zum letzten Spieltag spannend. Mit einem 10:0 gegen den TSV Ronsdorf machte RWO den Aufstieg perfekt. „Ich denke, dass die Meisterschaft unterm Strich verdient ist. Zwar haben wir einige Punkte liegen lassen, doch in den Duellen gegen die anderen Spitzenmannschaften waren wir siegreich“, ist Pomp stolz auf die Leistung seines Teams.

Die für einen Meister untypischen sechs Niederlagen möchte er jedoch nicht als Zeichen mangelnder Qualität deuten: „Es liegt eher an der Liga. Man hat gesehen, dass jeder jeden schlagen kann.“ In der kommenden Spielzeit darf RWO dann in Deutschlands höchster Spielklasse antreten – für Trainerteam und Mannschaft ein großer Erfolg: „Wir haben etwas Besonderes geschafft.“

Niederrheinliga U 15

RWO: Für die Truppe von Dennis Czayka ging es ähnlich aus wie für die A von Mike Tullberg. Letztlich führte an der überragenden Mannschaft der Liga, Hamborn 07, kein Weg vorbei. Die U 15 von RWO war zwar immer auf dem Sprung, spielte konstant und wartete auf den Patzer der Duisburger. Doch der geschah einfach nicht. Denn wenn sich die Sportfreunde bei nur vier Unentschieden und zwei Niederlagen mal eine Blöße gaben, punkteten auch die Oberhausener nicht oder nur teilweise. Dennoch kann die Konstanz über die gesamte Saison als gute Entwicklung gesehen werden. Der zweite Platz bei 52 Punkten und 133:14 ist ein tolles Ergebnis.