RSV setzt sich in Unterzahl die Krone auf

Die Sympathien waren der Zuschauer im Endspiel relativ klar verteilt. Der Außenseiter GA Sterkrade gegen den Niederrheinligisten RSV Klosterhardt. Es war die Wiederholung des Vorjahres, diesmal setzte sich allerdings der Favorit knapp mit 2:1 durch und das sogar in Unterzahl.

„Wir haben wie immer etwas Anlaufzeit gebraucht“, musste Roberto Calderone nach der Zwischenrunde schmunzeln, da gewann seine Mannschaft aber gerade 5:0 gegen den TBO. Den Grundstein für die Finalteilnahme legten sie im Zwischenrundenduell mit Arminia Klosterhardt, bis dato ungeschlagen durch das Turnier. Der RSV gewann mit 2:1, den Rückstand durch Sarah Kämpf egalisierten Kathrin van Kampen und Nathalie Dyrschka jedoch. Dyrschka erst 15 Sekunden vor dem Ende.

Im Finale verstand es Glück-Auf dann nicht zu viel zu riskieren. Alina Stempniah rettete den ersten klasse Spielzug des Favoriten mit einer klasse Parade, auf der anderen Seite rettete Melanie Kuffert spitze. Danach wurde erst einmal abgetastet, ehe sich die spätere Torschützenkönigin Alina Zenker ein Herz fasste. Der stramme Distanzschuss war nicht abzuwehren und bei noch elf Minuten stand der RSV schon unter Druck. Das Spiel wurde etwas ruppiger, besonders van Kampen zog immer wieder den Unmut auf sich, ihre Grätschen waren aber weitestgehend blitzsauber. In den fünf Minuten nach der Führung bekam der Titelverteidiger aus Sterkrader aber zu wenig produktives zu Stande. Außer Zenker strahlte GAS ziemlich wenig Gefahr aus, hinten wurden die Räume gegen van Kampen und Dyrschka aber eng. So war es an Katja Menzel den verdienten Ausgleich zu erzielen.

Keine zwei Minuten vor dem Ende verschätzte sich van Kampen dann aber bei einer Grätsche und musste völlig zu recht zwei Minuten runter. In Unterzahl, bei noch 41 Sekunden war es dann aber Dyrschka zum alles entscheidenden Treffer.