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RSV gelingt der Durchmarsch

17.06.2012 | 16:26 Uhr
RSV gelingt der Durchmarsch
RSV Klosterhardt jubelt über geglückten Aufstieg in die Niederrheinliga, nach einem 2:1 (0:1) über Eintracht Emmerich. Foto Ulla Emig wazfotopool

Aufsteiger RSV schafft es ohne Niederlage durch die Landesliga

Nach 90 umkämpften Spielminuten steigt der RSV Klosterhardt als erstes Frauenteam Oberhausens in die Niederrheinliga auf. Die Damen des RSV/GA bezwangen Eintracht Emmerich mit 2:1 (0:1).

In der ersten Halbzeit begann die Mannschaft von Patrick Salamon couragiert, beackerte kontinuierlich die Flügel und spielte wirklich ansehnlichen Fußball. Lorina Caltagirone auf der rechten und Jessica Dwordczak auf der linken Seite waren kaum zu stoppen und brachten gefährliche Bälle in den Strafraum. Dort fehlte Toptorjägerin Britta Mölders im Spitzenspiel allerdings der sonst so verlässliche Torriecher – nur ganz selten konnte sie sich in aussichtsreiche Position bringen.

Emmerich wurde zu Beginn eingeschnürt und konterte zumeist harmlos. Recht harmlos, so erschien auch der lange Ball aus einem Freistoß vor dem 0:1 in der 16. Minute zu sein. Doch Kathrin Schröer zeigte Probleme bei hohen Bällen, eine Windböe tat ihr Übriges. Eine gewisse Wirkung war dem RSV anzumerken und es dauerte seine Zeit, bis Klosterhardt wieder Fußball spielte. Vor der Pause hätte es dann ganz bitter kommen können: Emmerich spielte einen Konter wunderbar quer auf den langen Pfosten, doch Torfrau Schröer rettete mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff.

Dass der Ball an der Harkortstraße ab einer gewissen Höhe flatterte, ging wohl auch Coach Salamon und seiner Spielerin Nathalie Dyrschka während des Pausentees durch den Kopf. Die fasste sich schließlich ein Herz – ähnlich wie die Eintracht-Spielerin Cosgun im ersten Durchgang – und bugsierte den Ball von der Mittellinie in die Maschen. Neue Kräfte wurden beim RSV freigesetzt und so erlief sich Britta Mölders zehn Minuten später den Ball vor einer Verteidigerin, legte sich das Leder an der Torhüterin vorbei in Richtung Torauslinie und wurde daraufhin unnötig gefällt – berechtigter Strafstoß! Dyrschka trat auch diesen ruhenden Ball und verwandelte souverän. Danach wurde viel geackert und viel gewackelt, hätte doch ein Remis Emmerich noch zum Meister und Aufsteiger gemacht.

Doch der RSV managte die letzte Viertelstunde abgeklärt, „im Stile einer Spitzenmannschaft“, oder besser wie eine Mannschaft, die in dieser Saison ohne Niederlage geblieben ist und erst in der vorigen Saison die Sprung aus der Bezirksliga schaffte.

Geronimo Köllner



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