Reuschenbach im A-Team

Lukas Reuschenbach nach der erfolgreichen Quali in Duisburg.
Lukas Reuschenbach nach der erfolgreichen Quali in Duisburg.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Bei der Quali in Duisburg überzeugte der Sterkrader wieder einmal und konnte im Kampf um die Weltcup-Plätze sogar drei Olympiasieger verdrängen.

Bei der zweiten Qualifikationsregatta der Kanu-Rennsportler in Duisburg arbeitete sich Lukas Reuschenbach vom TC Sterkrade mit ausgezeichneten Ergebnissen in der Rangliste für die deutsche Nationalmannschaft weiter nach oben. Nach Platz sechs und sieben vor drei Wochen steigerte er sich jetzt im Einerkajak über 500 Meter auf Platz drei und über 1000 Meter auf Platz fünf. Nach diesen Leistungen darf er damit rechnen, dass ihn die Bundestrainer in die A-Nationalmannschaft für die Weltcuprennen in Duisburg und in Kopenhagen berufen.

Bei den 1000-Meter-Rennen am Freitag und Samstag musste sich Reuschenbach im Vorlauf und besonders im Zwischenlauf gewaltig strecken, um das A-Finale zu erreichen. Hier rollte er wie so oft das Feld von hinten auf und erzielte mit Platz fünf sein bisher bestes Ergebnis im dritten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Herren-Leistungsklasse.

Beim 500-Meter-Endlauf am Sonntag sollte es noch einen Schritt weiter nach vorn gehen. Hier lag er bereits 100 Meter vor dem Ziel in guter Ausgangsposition auf Platz fünf. Wieder lieferte Lukas das beste Finish aller Teilnehmer und kam bis zur Ziellinie auf fünf hundertstel Sekunden heran an den Zweitplatzierten Tibor Gecsö aus Potsdam. Knapper Sieger wurde Martin Schubert aus Friedrichshafen.

Platz drei feierte der Sterkrader und in der Pressemitteilung des Deutschen Ruder-Verbandes hieß es: „Damit unterstrichen alle drei ihre Top-Platzierungen in der Gesamtrangliste und empfahlen sich nachdrücklich für den Einsatz beim Duisburger Weltcup.“ Wie eng die Leistungsspitze im DKV ist, zeigt die Tatsache, dass drei Olympiasieger die Qualifikation nicht schafften.

Sieg im Zweier-Test

Am Sonntagnachmittag setzten die Bundestrainer fünf Zweierkajakteams zusammen, die sich innerhalb einer Stunde über 500 und 1000 Meter messen mussten. Lukas fuhr mit seinem Partner Kostja Stroinski aus Berlin. Diese Mannschaft war im vergangenen Jahr Europameister in der U 23-Auswahl geworden. Aber hier ging es nun gegen die besten deutschen Leistungsklassenfahrer.

Beim 500-Meter-Rennen patzte das Team am Start ein wenig, holte aber Meter für Meter auf und landete schließlich einen überzeugenden Sieg. Beim abschließenden 1000-Meter-Rennen reichten die Körner am Ende eines anstrengenden Wochenendes nicht mehr ganz. Platz drei war aber ein sehr ordentlicher Abschluss. Schon gestern begann dann die Vorbereitung auf den Weltcup in Duisburg am Pfingstwochenende.

Die zweite Oberhausener Teilnehmerin, Katharina Köther, die inzwischen für die KG Essen startet, darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der U-23-Nationalmannschaft machen. Die Sportsoldatin erreichte über 200-Meter im A-Finale der Damen Leistungsklasse Rang acht und über 500 Meter Platz fünf im B-Finale.