Reinert ist streifenfrei

Dominik Reinert ist in Oberhausen angekommen und mittlerweile ein Leistungsträger. Das will er gegen den MSV auf der rechten Bahn mit Christoph Caspari (2) zeigen.
Dominik Reinert ist in Oberhausen angekommen und mittlerweile ein Leistungsträger. Das will er gegen den MSV auf der rechten Bahn mit Christoph Caspari (2) zeigen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Dominik Reinert spielte zwar elf Jahre lang beim MSV, doch jetzt gehört sein Herz den Rot-Weißen. Das will er Mittwoch gegen seinen ehemaligen Verein zeigen.

Eigentlich müsste er Streifen haben. Dominik Reinert, 23 Jahre jung, hat elf Jahre bei den Zebras gespielt. Seit der D-Jugend durchlief er alle Teams der Meidericher und war in der Vorsaison Kapitän der U 23. Im Gespräch mit der Sportredaktion wird schnell klar: Der Mann ist in der Wolle gar nicht weiß-blau gefärbt, der ist einfach Fußballspieler. „Ich wollte Ziele, und die habe ich beim MSV nicht mehr gefunden.“ Deswegen ging er zu Rot-Weiß und fühlt sich hier pudelwohl. Gut, kurzfristig wurde ihm und der Truppe wegen des nicht gestellten Lizenzantrages für die Meisterschaft die Perspektive genommen. Doch Reinert denkt nach vorn: „Ich will mit RWO in die Dritte Liga aufsteigen.“

Die Trennung vom MSV erfolgte laut Reinert in vernünftiger Atmosphäre, gern wird er nicht vernommen haben, dass es für die erste Mannschaft nach Auffassung der MSV-Leitung nicht reichen würde. Ein Kurzeinsatz steht dort für ihn zu Buche. Er will heute gern zeigen, dass diese Einschätzung falsch war.

Das Potenzial dazu hat er. Technisch beschlagen, sehr gut ausgebildet und grundschnell hat sich Reinert im Lauf der Saison zum Stammspieler auf der rechten Seite entwickelt. Er kann zwar auch defensiv, seine Lieblingsrichtung ist jedoch Attacke. Nach anfänglichen Problemen wegen den Nachwirkung einer Verletzung spielt er bis jetzt seine Stärken aus und hat zuletzt in hervorragender Form Tore vorbereitet. Zweimal beim unglücklichen Auftritt gegen Bochum II, die Qualität seiner Zuspiele war sehenswert. Er war bester Oberhausener auf dem Platz. Reinert, der Sportmanagement studiert, bleibt bei allen sportlichen Lobhudeleien auf dem Boden der Tatsachen. Mit 23 Jahren weiß er, wo der Weg hinführen kann. Dritte Liga, mit viel Glück Zweite, „ansonsten bin ich schon zu alt.“ Zwei, drei Jahre will er sich geben, um diese Ziele zu erreichen. „Danach werde ich mich intensiv um die Berufsausbildung kümmern.“ Die läuft derzeit eher nebenbei, dies allerdings mit Zustimmung und Förderung der gesamten Familie Reinert. In Duisburg-Huckingen hat er seine Wurzeln, die Perspektive bei Rot-Weiß: „Ich fühle mich wohl, der sportliche Leiter Frank Kontny hat mich mit seinem Konzept sofort überzeugt.“

Sachlich bleibt er in der Ansage für heute: Es ist ein Derby, es gibt eine tolle Kulisse gegen meinen ehemaligen Verein. Aber es ist ein normaler Gegner, den wir schlagen wollen.“