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"Potenzial nicht ausgeschöpft"

20.06.2007 | 09:00 Uhr

Mit dem sechsten Platz in der abgelaufenen Saison ist Sterkrade Trainer Dirk Wißel zwar zufrieden. Doch er weiß auch: "Es war mehr drin für uns"

Ein turbulentes Jubiläumsjahr liegt hinter dem Traditionsclub Sterkrade 06/07. Auf die Feierlichkeiten im vergangenen Sommer und den bärenstarken Saisonstart in der Fußball-Landesliga folgten ein zurückgetretener Vorstand, Spielerabgänge und eine neue Führungsriege. Ruhe kehrte am "Dicken Stein" in den vergangenen zwölf Monaten nur selten ein.

"Sieht man sich die Gesamtkonstellation an, können wir mit dem sechsten Rang durchaus zufrieden sein", resümiert Sterkrades Trainer Dirk Wißel. Doch das "Aber" lässt nicht lange auf sich warten: "Wir haben unser Potenzial nicht ausgeschöpft. Es war mehr drin für uns", weiß Coach Wißel.

Die ersten Wochen der Spielzeit verliefen wie im Bilderbuch. Die Tackenberger zeigten sehenswerten Kombinationsfußball und standen schließlich gar auf dem zweiten Platz. Dann dominierten jedoch plötzlich finanzielle Probleme die Schlagzeilen, die Leistungen ließen stark nach und mit Thorsten Burgsmüller und Dusan Trebaljevac verließen die beiden torgefährlichsten Spieler den Verein in der Winterpause.

06/07 steckte den Kopf jedoch nicht in den Sand. Gezwungenermaßen kamen ganz junge Akteure wie Serhat Erdogan, David Fojcik, Ali Demirkoporan oder Fatih Buduroglu vermehrt zu Einsätzen. Vor allem Erdogan deutete als Mittelstürmer seine Fähigkeiten mehrfach an. So starteten die Blauen nach der Winterpause erneut eine starke Serie, die sie noch einmal nah an die Aufstiegsplätze heranführte. Doch das 0:1 bei Galatasaray Mülheim - eines von mehreren verlorenen "Sechs-Punkte-Spielen" - ließ den Traum zerplatzen.

"Acht junge neue Leute verstärken uns in der nächsten Saison", sagt Wißel. Die Namen werden jedoch erst Ende des Monats bekannt gegeben. Christian Zier (Duisburg 1900), Thorsten Merkel (unbekannt) verlassen den Verein, hinter dem Verbleib von Urs Müller und Alexander Fischedick steht noch ein dickes Fragezeichen.

Von Thomas Hemmerle

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