Pflugbeil-Arena kann sich sehen lassen

Stavros Avgerinos mit Klaus-Dieter Bross (Vorsitzender des Sportausschusses), Horst Kalthoff (OGM) und Dezernent Frank Motschull (v.l.) sowie den Bauplänen für die neue Tribüne.
Stavros Avgerinos mit Klaus-Dieter Bross (Vorsitzender des Sportausschusses), Horst Kalthoff (OGM) und Dezernent Frank Motschull (v.l.) sowie den Bauplänen für die neue Tribüne.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Sportausschuss überzeugte sich vom gelungenen Umbau der ehemaligen Eishalle. Erste Heimspiel soll am 18. April stattfinden – offizielle Eröffnung erst im Mai.

Der Sportausschuss machte sich ein Bild von der fertig gestellten Skaterhockey-Halle in Osterfeld. Aktuell werden in der umgebauten ehemaligen Eislaufhalle am Revierpark Vonderort die Werbungen an die Bande geklebt, in der kommenden Woche kann dann dort der Spiel- und Trainingsbetrieb der neu gegründeten Miners Oberhausen beginnen. Stavros Avgerinos, einer der beiden Vorsitzenden der Miners, erläuterte den Ausschussmitgliedern gemeinsam mit OGM-Geschäftsführer Horst Kalthoff die umfangreichen Umbaumaßnahmen.

Nach achtmonatiger Bauzeit kann die Halle somit in den kommenden Tagen für ihre neue Nutzung freigegeben werden. Alle baulichen Maßnahmen sind von den Behörden bereits abgenommen worden. Ursprünglich hatten die Miners gehofft, schon Ende des vergangenen Monats zum Saisonstart mit dem Spielbetrieb an der Bottroper Straße einsteigen zu können. Hauptgrund für die Verzögerung war die Entscheidung der Köpi-Arena, die aus Zeiten der Revier Löwen noch existierenden Banden nach erster Zusage dann doch nicht zur Verfügung stellen zu wollen. Diese kommen jetzt für die beiden Eishockey-Länderspiele an Ostern nach zehnjähriger Pause dort wieder zum Einsatz.

Die Osterfelder Firma Kramer sprang kurzerhand ein und baute die benötigten Banden in nur vier Wochen. „Das war schneller als die darauf spezialisierten Firmen hätten liefern können“, stellt Avgerinos fest. Zum Abschluss wurde jetzt der fliesenförmige Boden verlegt, der optisch an eine Eisfläche erinnert. Nicht zufällig, wie Avgerinos erklärt. „Wir wollten keine Experimente und haben uns für einen Bodenbelag entschieden, der sich seit vielen Jahren schon woanders bewährt hat. Vor allem in den USA, wo Skaterhockey sehr beliebt ist und im Sommer als Eishockey-Ersatz im Fernsehen übertragen wird.“ Die Hartplatten wurden direkt auf den Beton angebracht, so dass der Boden nicht schwingt und die Skaterer schneller unterwegs sind als auf normalen Hallenböden.

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Beeindruckt zeigten sich die Ausschussmitglieder auch von den geräumigen Umkleidekabinen. Wegen der sperrigen Ausrüstung und den damit verbundenen großen Taschen wurden die Kabinen noch während der Planungsphase umgeplant und den Bedürfnissen der Skaterhockeyer angepasst. „Das war learning by doing“, fasst Avgerinos zusammen.

Da er sich dank der schmucken Halle durchaus vorstellen kann, in absehbarer Zeit auch internationale Meisterschaften dort durchführen zu können, laufen auch schon Planungen für eine mobile Zuschauertribüne auf Hochtouren. „Wenn wir 10 000 Euro zusammen haben, werden die ersten Tribünenelemente gekauft, bislang haben wir 9000 Euro“, so Avgerinos. Ohne ist die Halle laut Kalthoff für 199 Zuschauer zulässig, mit den Tribünen kämen noch einmal gut 160 Plätze hinzu. „Und für Großveranstaltungen könnten wir weitere Tribünen dazu mieten“, erklärt er.

Am 18. April soll mit dem Pokalspiel der ersten Mannschaft das erste offizielle Spiel ausgetragen werden. Die feierliche Eröffnung soll aber erst später, vermutlich im Mai, folgen. Inklusive der lange kontrovers diskutierten Namensgebung. „Ich bin froh, dass die Halle Pflugbeil-Arena heißen darf, da der ehemalige Osterfelder Bürgermeister viel für uns und die neue Halle getan hat“, so Avgerinos. Der neue Name wurde übrigens schon von außen deutlich sichtbar per Graffiti an die Halle gemalt.