OTV-Quartett glänzt im Kraichgau

Dreifacher Zieleinlauf für die Teilnehmer des OTV-Endurance-Teams im Kraichgau.
Dreifacher Zieleinlauf für die Teilnehmer des OTV-Endurance-Teams im Kraichgau.
Foto: nrz
Die Ausdauersportler des OTV-Endurance-Teams zeigten sich beim Ironman top in Form.

Vier Athleten des Oberhausener Endurance-Teams zog es nach Baden-Württemberg zur Premiere des „Ironman 70.3“ im Kraichgau. Dabei werden 1,9 Kilometer geschwommen, 90 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt und als Abschlussdisziplin die Halbmarathon-Strecke (21,1 km) gelaufen. Aus der Gesamtdistanz von 113 Kilometern, entsprechend 70,3 Meilen, leitet sich der Name ab.

Das Wetter zeigte sich mit 34 Grad nicht sportlerfreundlich. Die Schwimmstrecke im 22 Grad warmen Hardtsee wurde mit Neoprenanzug ausgetragen. Anschließend folgte der Wechsel auf das Rad und die Strecke mit 1000 Höhenmetern über hügelige Passagen durch den Kraichgau. Ironman 70.3-Rennen sind windschattenfreie Rennen – das heißt, auf der Radstrecke ist das Fahren im Windschatten verboten. Die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke führte über eine wellige, sieben Kilometer lange Runde, die kaum schattige Passagen hatte.

Robert Kempf wechselte nach 36:10 min. auf die Radstrecke. Für die 90 Kilometer benötigte er 2:43,43 Std. Nach dem abschließenden Lauf über die Halbmarathon-Distanz kam er nach 5:04,46 Std. ins Ziel und belegte damit Rang 113 in der M 35. Sven Lawrenz beendete das Schwimmen nach 32:18, fuhr den Radkurs in 2:56,56 und überquerte nach 5:35,29 auf Rang 187 der M 35 die Ziellinie. Für Peter Borin war es ein schwerer Tag. Schon beim Schwimmen hatte er mit Krämpfen und Übelkeit zu kämpfen. Da diese auch auf der Radstrecke anhielten, musste er bei Kilometer 45 aufgeben.

Sonja Mersch verließ nach 41:26 min. den Hardtsee. Für die Radstrecke brauchte sie 3:11,26, bevor es in die Laufschuhe ging. Nach gesamt 6:26,44 beendete sie das Rennen auf Rang 56 der W 35.

Wie ihre Kollegen aus dem Ausdauer-Team startete auch Annika Vössing im Kraichgau, jedoch in anderer Mission. Sie gab ihr Bundesligadebüt für ihren Verein PV Witten. Beim zweiten Rennen der laufenden Saison ging es über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen.

Nachdem Vössing das erste Rennen Anfang Mai in Buschhütten verlet­zungsbedingt absagen musste, stand sie nun motiviert an der Startlinie. Die Schwimmdistanz lief für sie nicht zufriedenstellend. Auf der Radstrecke versuchte die 22-Jährige dann, Boden gut zu machen. Aber auch hier blieben ihre Bemühungen erfolglos, so dass sie nun alle Karten auf das abschließende Laufen setzen musste. Doch bevor sie in die Laufschuhe steigen konnte, erwartete Vössing ein weiteres Hindernis: In der Wechselzone angekommen, stellte sie etwas irritiert fest, dass ihr Wechselplatz bereits besetzt war. So musste sie improvisieren.

Beherztes Rennen

Dies gelang ihr zwar eindrucksvoll, kostete aber wertvolle Zeit. Unbe­eindruckt von den Geschehnissen lief Vössing auf die Laufstrecke und zeigte hier ein beherztes Rennen. Bis zum Zieleinlauf konnte sie noch viele Platzie­rungen gut machen und kam nach 1:01,00 auf Platz 28 ins Ziel.

Mit ihren Teamkolleginnen reichte dies zu einem siebten Platz in der Tageswertung, so dass sich das Damenteam des PV Triathlon Witten in der Tabelle auf den neunten Platz verbesserte. Vössing zeigte sich nach dem Rennen vor allem mit ihrer Laufleistung sehr zufrieden und blickt nun optimistisch auf den nächsten Wettkampf der ersten Triathlon-Bundes­liga am 28. Juni rund um das Gelände des Medienhafens in Düsseldorf, wo zugleich die deutschen Meisterschaften ausgetragen werden.

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