OTHC durfte nur gratulieren

Ole Keusgen (M.) schwört sein Team in einer Auszeit ein.
Ole Keusgen (M.) schwört sein Team in einer Auszeit ein.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Regionalligist BW Köln feierte mit dem 5:3-Sieg in Oberhausen den Aufstieg in die Zweite Bundesliga.

Am Ende feierten die Hockeyer von BW Köln mit einigen mitgereisten Anhängern überschwänglich den Aufstieg in die Zweite Liga. Spielertrainer Jan-Marco Montag, bekannt durch seinen Fernsehauftritt im Januar bei Schlag den Raab, teilte seinen Mitspielern unmittelbar nach dem Schlusspfiff die Ergebnisse der Konkurrenz mit, was trotz des Dauerregens einen Jubel der Begeisterung auslöste. Für den Gastgeber OTHC blieb nach der 3:5 (2:3)-Niederlage nur die Rolle des Gratulanten.

„Köln ist sicher zu Recht aufgestiegen“, meinte der Oberhausener Trainer Ole Keusgen nach der Partie, auch wenn er sich über die Niederlage ärgerte. „Uns fehlte im Angriff, aber besonders in der Verteidigung die letzte Konsequenz“, empfand er vor allem die fünf Gegentore als zu viel. Trotzdem war er ebenso wie die wegen des äußerst ungemütlichen Wetters nur wenigen Zuschauer mit der Leistung seines Teams nach den inklusive Nachspielzeiten knapp 80 Minuten zufrieden.

Durfte er auch sein, denn nur in der Anfangsphase war der Tabellenführer den Oberhausenern überlegen. Bereits nach drei Minuten erzielten die Kölner das 0:1 und kontrollierten zunächst die Partie. Der Schock beim OTHC hielt allerdings nicht lange an. In der achten Minute vergab Sebastian Meister zwar eine Kurze Ecke, doch die Gastgeber blieben am Drücker und nach vier Minuten Powerplay war es Sören van Gessel, der nach Vorarbeit von Meister zum Ausgleich traf.

Christian Timm im OTHC-Tor rettete kurz darauf mit einer Glanztat nach einer Kurzen Ecke von Olympiasieger Montag (16.), 14 Minuten später war er jedoch machtlos, während der OTHC durch eine Hinausstellung von Chris Reinersmann in Unterzahl war. Überhaupt wurde die Partie in den Minuten vor der Pause hitziger, wozu die unsicheren Schiedsrichter maßgeblich beitrugen. Passend dazu fielen das 1:3 (34.) und das 2:3 durch Meister in der Nachspielzeit jeweils nach umstrittenen Aktionen.

Die Gemüter hatten sich in der Pause so eben beruhigt, da erhöhten die Gäste mit dem ersten Angriff nach dem Wechsel auf 2:4. Eine Entscheidung war das noch nicht, denn der OTHC nahm schnell wieder das Heft in die Hand und kam durchaus zu Chancen. Doch meist fehlte die von Keusgen monierte letzte Konsequenz. Köln beschränkte sich auf Konter und hätte in der 54. Minute für die Vorentscheidung sorgen können. Doch sie verschossen einen von Timm verursachten Siebenmeter.

So blieb es spannend. Erst recht, nachdem Meister in der 61. Minute eine Kurze Ecke zum 3:4 abschloss. Drei Minuten später scheiterte er aus gleicher Position am Kölner Keeper, während auf der anderen Seite Timm allein gegen drei Kölner Angreifer die Oberhand behielt. Die Entscheidung fiel wenige Minuten vor dem Ende, als Montag eine Ecke verwandelte.

Für den OTHC geht es nun noch Samstag zur Zweitvertretung von RW Köln, ehe am 14. Juni gegen Düsseldorf an der Arenastraße die Saison beendet wird.