Nord löst Lirich ab

Sterkrade Nord nach dem Finalsieg.
Sterkrade Nord nach dem Finalsieg.
Foto: Funke Foto Services
Sterkrader gewannen die Hallenstadtmeisterschaft in der Ü32-Klasse. Im Finale gab es ein 1:0 gegen Titelverteidiger Arminia Lirich.

Das eigentlich würdige Finale war dann doch insgesamt sehr zerfahren bei der Ü 32-Hallenstadtmeisterschaft. Titelverteidiger Arminia Lirich unterlag knapp Sterkrade-Nord durch ein Tor von Markus Boldt mit 1:0, dabei hatte Dirk Kinowski 15 Sekunden vor dem Ende mit einer großen Doppelchance sogar noch die Möglichkeit auszugleichen.

Dabei unterstrichen die Liricher gleich im ersten Spiel des Vormittags im Derby gegen Blau-Weiß ihre Titelambitionen. Mit 3:1 gewannen die Roten gegen die Blauen, ein paar Schubser von Thorsten Möllmann inklusive. Die Blau-Weißen beschwerten sich dann sogar noch bei der Turnierleitung und konnten sich in dem Spiel nicht das Prädikat „gute Verlierer“ verdienen. Anders bei Arminia Klosterhardt, die am Ende knapp Dritter wurden, aber immer fair alles in die Waagschale warfen. Sarajevo bekam in der Endrunde kein Bein auf den Boden. Nur gegen Lirich spielten die Bosnier Remis und sorgten dafür, dass sich die Arminia in die Endrunde zittern musste.

In der Gruppe B war der PSV dann völlig abgeschlagen. Weder gegen Glück-Auf, Nord oder 06/07 waren die Polizeisportler so wirklich nah am Sieg. Einzig gegen 06/07 machte die frühe Führung Hoffnung. Auch Glück-Auf musste nach der knappen Auftaktniederlage gegen 06/07 schnell auf Schützenhilfe hoffen, um als Gruppenerster ins Finale einziehen zu können. Den Gefallen taten aber letztlich weder 06/07 noch Sterkrade-Nord. Beide trennten sich schiedlich friedlich mit 1:1. Die letzten zehn Sekunden waren dann auch gleich mal die Ankündigung eines Nicht-Angriffpaktes. Beide hatten anscheinend nichts dagegen, sich auf mögliche Rechenspiele zu verlassen.

Am Ende setzten sich dann aber doch die Nordler klar durch.

In Spiel um Platz drei ging es im Prinzip um das Duell Carsten Kemnitz gegen Mirco Skandera. Kemnitz sollte triumphieren, auch weil sich die Kicker vom Dicken Stein kurz vor dem Ende mit einer glatt roten Karte für den Mittelfinger zum souverän leitenden Schiedsrichter Hayrettin Urtenur selbst schwächten. Augustin Sanchez erzielte den Siegtreffer für BWO.

Im Finale legte Lirich gut los und hätte durch Dennis Zimmert auch in Führung gehen können. Im Gegenzug setzte sich jedoch Boldt durch und erzielte schon früh den goldenen Treffer des Finalspiels. Danach blieb auf beiden Seiten viel Stückwerk, ohne wirklich zwingende Chancen, bis auf die Doppelchance von Kinowski kurz vor dem Ende. Die Sterkrader durften so am Ende ihre Hände in die Luft strecken und den Titel feiern.