Nord bekommt sein Endspiel

In heimischer Halle gelang den Nordlern das wichtige 7:1 gegen Brühl. Lea-Lyn Stremlau und Marie Schweitzer punkteten im Damendoppel.
In heimischer Halle gelang den Nordlern das wichtige 7:1 gegen Brühl. Lea-Lyn Stremlau und Marie Schweitzer punkteten im Damendoppel.
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Was wir bereits wissen
Nach dem 7:1 gegen Brühl und dem 2:6 in Solingen steht fest: Über den Klassenverbleib entscheidet die letzte Partie der Nordler in Witzhelden.

Es läuft auf das Endspiel gegen Witzhelden hinaus. Sollte den Nordlern kein überraschender Punkt mehr gelingen, wird es am 21. Februar, 15 Uhr, in Witzhelden zur entscheidenden Partie um den Verbleib in der Regionalliga kommen. Der TV Brühl dürfte nach diesem Wochenende mit der 1:7-Niederlage bei Nord als erster Absteiger feststehen. Der zweite Abstiegsplatz wird zwischen Nord und Witzhelden ermittelt. Solingen ist nach dem 6:2-Erfolg gegen Nord und in Witzhelden mit Sicherheit weiter Regionalligist.

Teil eins des Wochenendes verlief völlig nach Plan. Denn die Nordler erwischten gegen Schlusslicht Brühler TV einen Start nach Maß und lagen nach den Doppeln 3:0 vorn. Sebastian Staats/Dave Eberhard, Julian Lohau/David Stremlau sowie Lea-Lyn Stremlau/Marie Schweitzer hatten bei ihren jeweiligen 2:0-Erfolgen kaum Probleme. Lediglich das zweite Herrendoppel Lohau/Stremlau ließ beim 25:23, 21:19 eine gewisse Enge zu. Die klare Führung beflügelte die Gastgeber dann für die Einzelauftritte. Steffen Becker ließ gegen Oliver Schmidt so gut wie gar nichts zu und siegte überlegen (21:12, 21:10). Julian Lohau und David Stremlau gingen an zwei und drei zwar in den dritten Satz, blieben hier aber ungefährdet. Schweitzer gestattete Nicole Hörsting dann in drei Sätzen den Ehrenpunkt für die Gäste. Eberhard/Lea-Lyn Stremlau machten im gemischten Doppel den Sack dann in zwei Sätzen zu. Teamsprecher Sebastian Staats: „Das war richtig gut, alle waren voll konzentriert.“

Sonntag in Solingen war für die Nordler sogar eine Überraschung drin. Gegen die mit Zweitligaspielern verstärkten Gastgeber gingen die Gäste aus Schmachtendorf nach den Doppel sogar unerwartet 2:1 in Führung. Staats/Eberhard unterlagen zwar an 1, dafür punktete das zweite Herrendoppel mit Lohau/Stremlau und belohnte sich dabei für eine prima Vorstellung. Als noch überraschender sogar das Damendoppel mit Schweitzer/Stremlau punktete, schnupperten die Nordler unerwartet sogar an einem Punktgewinn. Zwar blieb Becker im ersten Einzel erwartungsgemäß chancenlos, doch Lohau hatte ebenso wie Stremlau in den Herreneinzeln zwei und drei seine Chancen. Beide mussten aber unglücklich im dritten Satz gratulieren. Ein dritter Zähler in dieser Situation hätte für die ausstehenden Partien noch einmal für Spannung gesorgt. Schweitzer hielt danach im Dameneinzel zwar mit, blieb letztlich aber ohne Chance. Beim Stand von 2:5 war somit die Luft raus, im gemischten Doppel gaben Eberhard/Stremlau nicht mehr alles.

Staats: „Schade, nach den Doppeln haben die uns noch den Schneid abgekauft. Hier war für uns mehr drin.“ Anders als im Hinspiel waren de Nordler nahe dran. Ein Zähler in Solingen hätte den Nordlern sogar einen knappe Niederlage in Witzhelden erlaubt, um die Klasse zu halten. So reicht den Schmachtendorfern nun ein Remis, vorausgesetzt sie unterliegen erwartungsgemäß in der noch ausstehenden Partie am Freitag zuvor gegen Beuel II. Davon gehen die Nordler angesichts des Saisonverlaufs in dieser stark zweigeteilten Klasse aus, so dass sich alle Konzentration nun auf das „Endspiel“ in Witzhelden richtet. Staats: „Da werden wir voll auf der Höhe sein und alles geben, um den Ligaerhalt zu schaffen.“ Das wäre dann so etwas wie eine Punktlandung.