Noch nicht im Rhythmus

Rot-Weiss Essen ist (trotz dreier drittligatauglicher Neuzugänge in der Winterpause) mittelprächtig ins Jahr gestartet. Der Fokus lag zunächst ganz auf dem Rekordspiel bei Alemannia Aachen. Das gaben die Essener nach überlegen geführten ersten 20 Minuten mit 0:1 ab. Ein Dämpfer im Rennen um die Spitze. Trainer Marc Fascher war mit der Einstellung nach dem Rückstand nicht zufrieden. Essen fiel kaum etwas ein, die gut gestaffelte Alemannia auszuhebeln. Der erste Dreier war mit dem 1:0 gegen die Reserve des VfL Bochum fällig. „Bochum stand defensiv passabel und hat uns das Leben schwer gemacht. Unterm Strich ein Arbeitssieg“, so Fascher.

„Wir wollten eine Trotzreaktion zeigen“, so sein Einstieg in die Spielanalyse mit Verweis auf die Niederlage der Vorwoche. Vollbringen sollte diese Trotzreaktion eine im Vergleich zum Spiel in Aachen leicht veränderte erste Elf. Björn Kluft und Tobias Steffen bildeten die neue Flügelzange, Leon Binder fand sich anstelle des gesperrten Richard Weber in der Innen-, statt Außenverteidigung wieder, wo Max Dombrowka seinen Platz einnahm.

Die Veränderungen schienen sich anfangs auszuzahlen, doch als die Bochumer Abwehr stand, tat sich RWE zunehmend schwer. Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig, bis Fascher mit Marwin Studtrucker und Tim Hermes frischen Wind in das Offensivspiel brachte. Keine zehn Minuten waren beide auf dem Platz, da fiel der Siegtreffer durch Hermes.

Die Startelf für das Spiel gegen RWO ist dennoch nicht in Stein gemeißelt, da sich die Truppe, ergänzt durch Jugendspieler, beim 2:4 gegen Oberligist TSG Sprockhövel im Test unter der Woche mal wieder unkonzentriert zeigte. Nach dem Schlusspfiff war Fascher von der Vorstellung seiner Mannschaft restlos bedient: „Wir mussten feststellen, dass der zweite Anzug nicht passt. Das war schon sehr enttäuschend.“ Sie alle haben noch die Möglichkeit, am Wochenende in die Startelf zu rücken. Gerade auf den Außenbahnen sind Änderungen wahrscheinlich, da sich weder Björn Kluft noch Tobias Steffen gegen Bochum aufdrängten, Hermes hingegen den entscheidenden Treffer erzielte. Richard Weber wird nach Gelb-Rot-Sperre wieder von Beginn an in der Innenverteidigung spielen.