Nicht belohnt worden
15.11.2009 | 19:20 Uhr 2009-11-15T19:20:00+0100Adler war eigentlich schon geschlagen und kam noch einmal zurück – 3:4 gegen Hamborn 07
Das wäre ja fast noch was geworden! Adler Osterfeld lag im Landesliga-Duell zweier Traditionsvereine gegen Hamborn 07 bereits 1:4 zurück, hätte sich aber am Ende fast noch über einen Zähler freuen dürfen. So hieß es jedoch 3:4 (0:2) nach dem Abpfiff und wieder einmal wurde deutlich, wo bei den Rothebuschern der Schuh drückt: Die Hintermannschaft stand erneut alles andere als sattelfest und erwies sich nicht als landesligatauglich. Sonst wäre gegen den aufstrebenden Aufsteiger auf jeden Fall mehr drin gewesen.
Anfangs sah das alles noch ganz gut aus. Die Gastgeber standen bis dahin kompakt und ließen nicht viel zu. Im Gegenteil sogar: Zweimal hatte Massimo Lo Mele die große Gelegenheit, Adler in Führung zu bringen. Bei seiner zweiten Chance stand nur der Pfosten im Weg (10., 17.).
„Keinen richtigen
Abwehrspieler”
Mit zunehmender Spielzeit erhöhten die Hamborner den Druck und zeigten, was sie können – wenn man sie spielen lässt. Nach einer klasse Kombination zwischen Andre´ Trienenjost und dem Ex-Osterfelder Dejan Orlovic hätte es fast 0:1 gestanden (21.). Das fiel dann ein paar Minuten später. Daniel Surkaus Hereingabe fliegt zunächst an Freund und Feind vorbei, bis Danny Andrzejak von rechts herangerauscht kam und die Kugel aus über 20 Metern in den Giebel setzt (30.). Kurz vor dem Pausentee das 0:2: Patrick Schneider kann nach Flanke von Andrzejak völlig frei einnicken (40.).
Adler kam guten Willens aus der Kabine und mühte sich redlich, den Anschluss zu erzielen. Und wenn es aus eigenem Können schon nicht klappt, kann man auf einen Fehler des Gegners hoffen. Einen Freistoß von Sven Zeitler konnte der ehemalige Osterfelder Rene´ Staron im Duisburger Kasten nur abklatschen lassen. Massimo Lo Mele war zur Stelle und staubte ab (65.). Doch die Hoffnung währte nur kurz. Orlovic und Trienenjost erhöhten in der Folge auf 1:4 und die Partie schien entschieden – denkste! Zunächst schien Torsten Jablkonskis Elfmetertor nur Ergebniskosmetik, doch als Michael Kandziora kurz darauf das 3:4 gelang (87.), erlebten die Zuschauer sechs packende Minuten (inklusive Nachspielzeit). Tobi Hauner hätte der Held werden können, doch sein Schuss streifte nur den linken Pfosten (90.). Aus. Ende. „Wir haben Moral gezeigt”, sagte Günter Schlipper, allerdings „habe ich momentan keinen richtigen Abwehrspieler, der mir hinten den Laden dicht hält.” Genau das ist das Problem der Osterfelder. Wie heißt es in einer Fußballweisheit: Eine gute Offensive entscheidet Spiele, eine sichere Abwehr Meisterschaften. Gestern reichte der Angriff nicht einmal für ein Spiel.
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