Neuer Mut für den Abstiegskampf

Wir brauchen jetzt eine Initialzündung“, sagte NBO-Aufbauspielerin Lea Mersch im Vorfeld des Spiels gegen Herne. Das zumindest für die Fans prestigeträchtige Derby ging zwar verloren, möglicherweise diente es dennoch zur Trendwende. Ohne drei ihrer Leistungsträgerinnen zeigte das Team eine couragierte Leistung und bot dem ohnehin favorisierten HTC über weite Strecken Paroli.

Das lag zum einen an der überragenden Mersch selber. Fast noch wichtiger aber war die Leistung der jungen Spielerinnen, die ihre unverhoffte Chance im Rampenlicht durchaus beim Schopfe packten. Ramona Tews und Aline Stiller etwa hatten nach Mersch die meiste Spielzeit und verkauften sich gegen ihre Profi-Gegenspielerinnen mehr als gut.

Positiv auch der Auftritt der Rückkehrerinnen Christina Krick und Iva Grbas. Wunderdinge sind von ihnen in den nächsten Wochen noch nicht zu erwarten, doch Trainer Stefan Mienack hat definitiv mit ihnen weitere Optionen zur Hand. Das sollte trotz der Verlängerung der Niederlagenserie Selbstvertrauen geben.

Das ist aber auch nötig. Denn die heiße Phase des Abstiegskampfes beginnt erst. Schon nächsten Samstag in Chemnitz steht deutlich mehr auf dem Spiel als gegen Herne. Dann wird sich zeigen, wie intakt das NBO-Team ist. Dann gehen die Oberhausener nicht als Außenseiter ohne Druck in die Partie, sondern müssen gegen einen direkten Konkurrenten punkten. Und das ist bekanntlich schwerer, als gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner gut auszusehen.