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Fußball

Neuansetzung bleibt bestehen

02.02.2010 | 16:08 Uhr

SC 20 - Vogelheim wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit neu angesetzt. Rückrundenauftakt in Essen wird von viel Sicherheitspersonal begleitet

Es bleibt dabei: Das abgebrochene Bezirksliga-Spiel zwischen dem SC 20 und dem Vogelheimer SV vom 23. August 2009 wird neu angesetzt – und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das entschied am Dienstag die Bezirksspruchkammer II um den Vorsitzenden Willi Stelkens.

Das entschied dieselbe Kammer bereits vor einem halben Jahr, damals gingen die Essener allerdings in Berufung, weil sie sich durch ihre 2:0-Führung betrogen fühlten. Daraufhin wurde der Fall an die Verbandsspruchkammer weitergeleitet, die aber gab diesen wieder zurück an den Bezirk. „Wir sind genauso weit wie damals”, gab Stelkens zu und hielt eine dicke Akte mit Zeugenaussagen und Schilderungen zu dem Vorfall in der Hand. Was er damit sagen wollte: Es lässt sich nicht mehr klären, wer angefangen oder gar Schuld an dem Abbruch hatte. Aber eines ist klar: Keiner der Spieler war daran beteiligt, sondern ausschließlich die Zuschauer der beiden Vereine.

„Und deswegen können wir in diesem Fall beide Vereine nicht an den Pranger stellen. Die konnten am wenigsten dafür”, begründet Stelkens. Die ausgemachten Geldstrafen (50 Euro für SC-Coach Thorsten Möllmann und 200 Euro für beide Klubs) von der damaligen Verhandlung blieben bestehen, standen gar nicht erst zur Debatte. Staffelleiter Clemens Lüning hat nun die Aufgabe, einen passenden Termin zu finden, wobei Stelkens betonte: „Er soll sich ruhig Zeit lassen.”

Und zwar deswegen, weil sich beide Mannschaften direkt zum Rückrunden-Auftakt in Essen gegenüber stehen. „Lasst uns das Spiel einfach spielen. Es geht doch im Grunde nur um Fussball”, lautete der vernünftige (und einzig richtige) Tenor beider Seiten. Die Vorraussetzungen für ein friedliches Spiel hat indes die Polizei Essen geschaffen: 30 Einsatzkräfte mit Überwachungskameras sowie 40 Ordner von Rot-Weiss Essen wohnen dieser Partie bei. Damit beide „Fan-Gruppen” getrennt werden, soll Vogelheim nach Möglichkeit zwei Eingänge aufstellen, an denen Behälter bereit stehen, um den Zuschauern sämtliches Wurf- Schussmaterial abzunehmen. Deswegen sollen auch zwei verschiedene Toiletten-Häuschen aufgestellt und noch zwei getrennte Würstchen-Buden aufgebaut werden. „Aber irgendwann ist dann auch mal gut für ein Spiel in der achten Liga”, fanden sowohl SC-Obmann Roland Nowak wie auch Vogelheims 1. Vorsitzender Hans-Werner Witt. Wie gesagt: Es geht hier nur um Fußball. . . magu

Marc Guntermann

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