Mit Schwung in die Kreisliga A

Marvin Schmidt und Torschütze Marco Kybranz (Nummer 20)
Marvin Schmidt und Torschütze Marco Kybranz (Nummer 20)
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Adler von Marko Schmidt besiegen Arminia Klosterhardt III verdient 3:2 (0:1). Ein Trio spielte groß auf und zeigte sich hauptverantwortlich für die Wende.

Den Ernst der Lage erkannte die Arminia aus Klosterhardt, beim 2:3 (1:0) gegen Adler Oberhausen im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A, wie schon in der laufenden Saison, als das Team einen Vier-Punkte-Vorsprung verspielte, viel zu spät. Und dann fehlten ihr letztlich auch die Möglichkeiten gegen eine beherzt spielende Truppe von Marko Schmidt. Den Elfmeter in der 92. Minute verwandelte Robin Mendrina super, ansonsten wurde seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit aber förmlich überrollt, herrausragend dabei das Trio um Lucca Franken, Philipp Melzer und Marvin Schmidt.

Den besseren Start erwischte jedoch das Team von Dirk Kallweit. Gerade einmal sieben Sekunden nach dem Anstoß waren gespielt, da entschied sich Daniel Baerwald für einen katastrophalen Rückpass. David Stolte eilte dazwischen und nach elf Sekunden führte die Arminia mit 1:0. Der Schock saß, die Adler bekamen wenig Druck auf das Tor, ein Dribbling von Melzer (20. Minute) sorgte für die erste Adler-Chance. Doch auch von Klosterhardt kam wenig. Vielleicht wollten sie sich bei den warmen Temperaturen, vor den gut und gerne 1000 Zuschauern in Lirich die Kräfte gut einteilen. Doch besonders über die Flügel blieb Klosterhardt zu anfällig um das Spiel komplette 90 Minuten über die Runden zu bringen. Das ging in der ersten Halbzeit schon nur so gerade eben gut. Marco Praßni (34.), Ömer Ceylan (38.) und Schmidt (40.) kamen dem Arminia-Gehäuse bedenklich nah.

Stolte verpasst das 2:0

Das sah wohl auch Kallweit so und schickte seine Mannen entsprechend in den zweiten Durchgang. Arminia war nun plötzlich präsenter, aktiver und hätte die Entscheidung machen müssen. Doch wie David Stolte den Ball in der 50. Minute aus kürzester Distanz an die Latte setzen konnte, wird wohl auch für den sonst so treffsicheren Stürmer über die Sommerpause hinweg ein Rätsel bleiben.

Nach einer guten Stunde kam die Quittung. Ceylan durfte auf links gewähren und auch Schnapper Phillip Görlich traute sich nicht die scharfe Flanke, die nah vor sein Tor gespielt wurde, abzufangen. So lauerte Melzer in der Mitte und verwandelte trocken. Adler verdiente sich diesen Ausgleich und wollte mehr. Melzer zog mit wunderschöner Ballkontrolle nur eine Zeigerumdrehung später vom linken Flügel auf, doch Görlich entschärfte diesmal so eben noch im Nachfassen.

Reaktion von der Arminia? Im Gegenteil, Klosterhardt wirkte richtig erschöpft und kraftlos, während Adler auf das 2:1 drängte. Die Standards blieben dabei aber beängstigend schwach. So musste es aus dem Spiel klappen: Lucca Franken, der die linke Arminia-Seite vor unlösbare Probleme stellte, flankte weit. Dort durfte Marco Praßni in aller Seelenruhe den Ball verarbeiten, weil der eingewechselte Kevin Janko wie schon beim 1:1 zögerte. Das Spiel war gedreht und wieder hätten die Adler eine Minute später erhöhen müssen. Diesmal trudelte der Ball an den Pfosten.

Von Klosterhardt kam in der Phase nur ein Freistoß von Stolte, während der Defensivverbund von Klosterhardt fast minütlich überrannt wurde. Die Entscheidung dann neun Minuten vor dem Ende. Schmidt bediente beim Konter Franken, der Marco Kybranz am zweiten Pfosten sah und seine Hereingabe ideal timen konnte. Es folgten noch zwei, drei richtig gute Chancen für den verdienten Aufsteiger, doch weil der die Matchbälle liegen ließ, verkürzte Klosterhardt noch einmal. So hieß es 90 Sekunden bangen, ehe das souveräne Schiedsrichtergespann um Florian Nakot, das bei zwei kniffligen Situationen im Strafraum (80. und 92.) genau richtig hinsah, das Spiel beendeten und die da schon rund um den Platz feiernden Adler in die verdiente Aufstiegsfeier entließen.