Mit neuen Kräften an den Start

Die A Junioren von Arminia Klosterhardt und RWO gehen optimistisch in die Rückrunde.
Die A Junioren von Arminia Klosterhardt und RWO gehen optimistisch in die Rückrunde.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In der U19-Niederrheinliga spielen sowohl Arminia Klosterhardt als auch RWO eine gute Rolle. Vor allem die Arminia setzt sich neue Ziele.

Arminia Klosterhardt

Die Grün-Weißen sind das Überraschungsteam der Saison. Hatte Trainer Marcus Behnert vor seiner ersten Saison die Verhinderung des direkten Abstiegs als Ziel aufgerufen, müssen die Verantwortlichen nun ihre Ansprüche korrigieren. Denn nach 13 Spielen steht die Arminia auf einem starken vierten Rang, inmitten von höherklassigen Vereinen wie RWE oder RWO.

Dies verdanken die Klosterhardter vor allem ihrem starken Start mit fünf Siegen in Folge. Zwar folgten im weiteren Verlauf auch Niederlagen, doch stellte das Team unter Beweis, dass es gegen jeden Gegner mithalten kann. Dementsprechend selbstbewusst geht Behnert in die Rückrunde: „Wir stehen zurecht auf dem vierten Platz. Nach so einer guten Hinrunde muss unser Anspruch der direkte Klassenerhalt sein. Den hätten wir als Sechster sicher.“

Um den gegen Ende der Hinrunde dünnen Kader zu verstärken, legen die Arminen personell nach. Vom Liga-Konkurrenten RWO wechseln zwei Spieler an den Hans-Wagner-Weg. Linksverteidiger Steffen Herzog spielte letztes Jahr noch mit der U 17 um den Bundesliga-Aufstieg, kam diese Saison jedoch nur wenig zum Einsatz. Auch Mittelfeldspieler Thomas Stauch, der noch für die U 17 spielberechtigt ist, kam selten zum Zug. Das soll sich ändern. Doch Behnert will den Neuzugängen nichts versprechen: „Steffen hat mit Tom Hasel starke Konkurrenz auf seiner Position. Er muss den Konkurrenzkampf annehmen.“

Bevor es Samstag in die Rückrunde geht, nutzten die Klosterhardter die Vorbereitung, die Spielweise umzustellen. Die defensive Grundausrichtung mit schnellen Gegenstößen soll der Vergangenheit angehören: „Wir wollen attraktiven, modernen Fußball spielen“, dreht Behnert an einigen Stellschrauben. Doch egal ob die Arminia offensiv oder defensiv auftritt, mit ihr ist in der Rückrunde zu rechnen.

RW Oberhausen

Gut gespielt, doch zu wenig Chancen genutzt – die Hinrunde der A-Junioren von RWO lässt sich leicht zusammenfassen. Trotz teilweise erschreckend schwacher Chancenverwertung, die Trainer Mike Tullberg oft ärgerte, zieht er angesichts eines komfortablen zweiten Tabellenplatzes ein positives Zwischenfazit: „Nach dem Abstieg aus der Bundesliga war der direkte Wiederaufstieg nie unser Ziel. Wir wollen Spieler für die U 23 oder die erste Mannschaft ausbilden. Ich denke, bei vielen ist eine positive Entwicklung erkennbar.“

Trotzdem stellt sich die Frage, wo die Mannschaft stehen würde, wenn sie ihre Chancen besser genutzt hätte. Denn nach zwei unnötigen Niederlagen gegen Rot-Weiß Essen und ETB Essen, hat die noch ungeschlagene U 19 von RWE vier Punkte Vorsprung. Außerdem waren einige Siege der Oberhausener glücklich, so dass man mit diesem Rückstand gut bedient ist. Dem scheinen sich auch die Verantwortlichen bewusst zu sein, denn der Kader wurde in der Winterpause intensiv verstärkt.

Für die Offensive kommt neben Arminia Klosterhardts Top-Torschütze Haris Imsirovic, dessen Wechsel schon länger feststeht, außerdem noch Bernad Gllogjani von Eintracht Dortmund an die Lindnerstraße. Tullberg freut sich auf seine neues Offensivduo: „Obwohl er zum Jungjahrgang gehört, hat Haris bewiesen, wie torgefährlich er ist. Bernad hat in der Hinrunde bereits elf Mal getroffen. Er wurde auch im Hinblick auf die U 23 geholt. Vielleicht empfiehlt er sich auch für mehr.“

Die Neuzugänge werden von den Brüdern Pierre und Marcel Tucholski komplettiert. Beide spielten bei ETB Essen. Während Innenverteidiger Pierre Tucholski als sofortige Verstärkung angesehen und nächste Saison wohl in der U23 eingesetzt wird, wird der ein Jahr jüngere Marcel den Kader erst einmal in der Breite verstärken.

Falls die Neuen es schaffen, dem Spiel der Oberhausener mehr Effektivität zu geben, wäre die einzige wirkliche Schwäche der Mannschaft beseitigt.