Mikhail Kazakov gewinnt die Oster Open

Von rechts nach links: Turniersieger GM Mikhail Kazakov, FM Valerian Hirschberg (2.), Schiedsrichter Stefan Uhlenbrock, IM Tomic Bosko (3.), Michael Coenen (4.), WGM Zoya Schleining (5.), FM Jürgen Kaufeld (6.) und FM Vitali Zatonskih (7.).
Von rechts nach links: Turniersieger GM Mikhail Kazakov, FM Valerian Hirschberg (2.), Schiedsrichter Stefan Uhlenbrock, IM Tomic Bosko (3.), Michael Coenen (4.), WGM Zoya Schleining (5.), FM Jürgen Kaufeld (6.) und FM Vitali Zatonskih (7.).
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Viel Lob für die Organisation des OSV – Jürgen Kaufeld spielte als bester Gastgeber gut auf und verlor sein einziges Spiel nur wegen der Fußball-Bundesliga.

In den ersten sechs Runden gewann der ukrainische und für den SC Idar-Oberstein spielende Großmeister alle Partien und stand vor der letzten Runde bereits als Sieger des Turniers fest. Hier traf er dann auf Großmeister Vlastimil Hort und spielte unentschieden.

OSV-Spitzenspieler Hort hatte bis dahin schon zwei mal remisiert. Das reichte in dem stark besetzten Turnier gemeinsam mit sieben weiteren Spielern zu 5,5 Punkten, Platz acht und einmal mehr dem Seniorenpreis.

Erfolgreichster Spieler des Oberhausener Schachvereins war Fidemeister Jürgen Kaufeld auf Platz sechs mit gleichfalls 5,5 Punkten. Kuriosum: er nahm seine einzige Niederlage kampflos in Kauf, um das Spitzenspiel der Bundesliga in Dortmund zu erleben.

Ehrungen am Montag

Gemeinsam mit Ulrich Kenzer, Vizepräsident des Stadtsportbundes, gratulierte OSV-Vorsitzender Gerd Arlt am Montag dann den Gewinnern der folgenden Hauptpreise. Zweiter wurde Fidemeister Valerian Hirschberg aus Karlsruhe, der das Oberhausener Turnier auch schon einmal gewonnen hat. Dritter wurde Internationale Meister Tomic Bosco aus Bosnien-Herzegowina vor Michael Coenen aus Hochneukirch, der amtierenden deutschen Meisterin WGM Zoya Schleining und nach Kaufeld FM Vitali Zatonskih.

Seriensieger in Oberhausen und amtierender deutscher Meister GM Daniel Fridmann erhielt diesmal auf Platz 13 keinen Preis. Sympathie dürfte er beim Schachvolk dennoch dadurch gewonnen haben, dass auch ein Großmeister – zudem bei knappster Bedenkzeit – einen Turm einstellen kann. Das ist in einem qualitativ hochwertigen Turnier beim Wettrennen um die Tabellenspitze dann aber nicht mehr auszugleichen.

Einen Preis erhielt auch Pascal Pütter (SW Oberhausen). Als 39. und mit 4,5 Punkten wurde er Dritter in der Wertungsgruppe Zwei. Insgesamt waren die Oberhausener Vereinsspieler gut gestartet, doch dann gerieten sie im starken Teilnehmerfeld teilweise an ihre Grenzen. Immerhin konnten sich bei 160 Teilnehmern einige unter den ersten 30 platzieren. Freuen kann sich ganz bestimmt Andre Krüger über 5,5 Punkte und Platz zehn, während FM Marcel Becker (4,5 Punkte und Platz 24) in vergangenen Jahren deutlich besser abgeschnitten hat. Mit ebenfalls 4,5 Punkte erreichten Dragos Ciornei (Oberhausener SV) und Bruno Fiori (Schwarze Dame Osterfeld) Platz 28 und 29.

Wenn auch dieses Jahr kein neuer Teilnehmerrekord erreicht wurde, äußerten sich sehr viele Teilnehmer sehr zufrieden über den Ablauf des Turniers und Cheforganisator Rudi Cordsen erntete einmal mehr viel Dankesapplaus. In den Planungen der Schachspieler hat das Osterturnier in Oberhausen seinen Platz weit über die Region hinaus gefestigt.