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Max ist in seinem Element

27.12.2007 | 18:49 Uhr

WASSERBALL. Das 14-jährige Talent steht auf dem Sprung in die Nationalmannschaft. Dafür trainiert Max Berger knallhart.

Sieben Mal die Woche ins Wasser - zwei Mal davon morgens von sechs bis halb acht - und an den Wochenenden gerne auch mal ein Lehrgang in Übach-Palenberg, dem Leistungszentrum des Schwimmverbands NRW. So sieht derzeit der Wochenablauf von Max Berger aus. Der 14-Jährige spielt seit dem Sommer für die B- und C-Jugend des Bundesligisten ASC Duisburg, und wer hier weiterkommen will, muss was tun.

Auf die Frage, wann er mit Wasserball angefangen habe, weiß Max kaum eine Antwort: "Kann ich gar nicht sagen. Eigentlich hat mich mein Großvater zum Wasserball gebracht." Und das war vor rund 14 Jahren, denn er war gerade mal einen Tag alt, als er beim Oberhausener SV Mitglied wurde. Schon der Opa war beim OSV aktiv und auch sein Vater sowie sein Onkel spielen nach wie vor beim OSV Wasserball. Da lag es nahe, dass auch der Jüngste der Familie Berger ins Wasser musste.

Welcher Ball soll es nun sein?

Auch wenn es anfangs noch nicht ganz so ernst war, freute er sich über die ersten Titel. Mit der D-Jugend wurde die Mannschaft Vizemeister und in der vergangenen Saison holte er sich mit der B-Jugend den Bezirksmeistertitel. Doch neben dem Wasserball blieb immer noch Zeit für sein zweites Hobby: Fußball. Er spielte beim TB Oberhausen und beim VfR 08 und hatte eigentlich auch Spaß daran. Doch irgendwann musste er sich entscheiden. Mit dem Wechsel im Sommer zum ASCD war klar: "Beides ging nicht."

Einleuchtend, wenn man sich den straffen Trainingsplan anschaut. Neben dem Training für die Jugendmannschaft am Abend, steht zwei Mal die Woche auch Frühtraining an. "Das ist für die NRW-Auswahlmannschaft. Da geht morgens um fünf der Wecker. Schnell zwei Toast und dann ab nach Duisburg", erklärt Max Berger ganz trocken.

Immer mit dabei ist Vater Martin, der auch als Jugendtrainer beim OSV engagiert ist und stolz sagt: "Bisher ist es für Max noch eher eine Strafe, wenn er Training mal ausfallen lassen muss. Aber er hat auch ehrgeizige Ziele und will was dafür tun, da steht man dann gerne für auf." Eineinhalb Stunden, zwei mal die Woche vor der Schule. "Ich war zwar auch schon mal fünf oder zehn Minuten zu spät, aber eigentlich klappt das ganz gut", findet Max. Seine Lehrer am Bertha-von-Suttner-Gymnasium drücken da schon mal ein Auge zu. Da die Leistungen des Achtklässlers stimmen, hat auch Vater Martin keine Einwände.

Richtig los ging es vor rund einem Jahr, als er mit zwei weiteren Jugendspielern vom OSV zum Sichtungslehrgang nach Düsseldorf eingeladen wurde. Max kam weiter und wurde Spieler der NRW-Auswahlmannschaft. Mit diesem Team schnupperte er im Juni beim José-Luis-Fons-Gedächtnisturnier in Madrid erstmals internationale Wasserballluft.

Zweitstartrecht für Oberhausen

Im Januar steht die nächste Hürde an: Dann nimmt er in Hannover an einem Lehrgang für die C-Jugendnationalmannschaft teil. Kein Wunder also, dass er da eifrig jede Trainingseinheit absolviert.

So ganz weg aus Oberhausen will er aber nicht. "Wenn es geht und in der nächsten Saison alles gut klappt, dann will ich mit dem Zweit-Startrecht wieder beim OSV spielen." Eine gute Unterstützung, über die sich sein Heimatverein sicherlich freuen wird.

BEA MORAIS

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