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Lösen Krol oder Tiszai Nettekoven bei RWO im Tor ab?

05.11.2012 | 17:06 Uhr
Lösen Krol oder Tiszai Nettekoven bei RWO im Tor ab?
Hohe Bälle sind nicht sein Ding: Patrick Nettekoven streckt sich beim 0:1 von Wuppertal vergebens.Foto: Micha Korb

Oberhausen.  Bei RWO steht nach den vielen Patzern von Patrick Nettekoven ein Wechsel auf der Torwartposition an. Doch noch lässt Trainer Peter Kunkel offen, für wen er sich entscheidet.

Peter Kunkel ist kein Freund von schnellen oder vielen Veränderungen innerhalb des Teams. Erst recht nicht auf der Position des Torhüters. Doch nun kann auch der Trainer des SC Rot-Weiß nicht mehr anders. Die unglücklichen Aktionen von Patrick Nettekoven bei der 1:3-Niederlage in Wuppertal brachten das berühmte Fass zum Überlaufen. Am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Hüls wird so gut wie sicher ein anderer Keeper im RWO-Kasten stehen. Für wen sich Kunkel entscheidet, lässt er allerdings noch offen.

Schon bei Nettekovens Verpflichtung im Sommer gab es viele verdutzte Gesichter. Denn mit Thorben Krol und Kai Henkel standen zwei hochtalentierte Keeper aus der A-Junioren-Bundesligamannschaft zur Verfügung, denen im vergangenen Winter eine Zukunft in der ersten Mannschaft angedeutet wurde und die daraufhin Angebote anderer Klubs ausschlugen. Doch der damalige Trainer Mario Basler entschied sich für die Verpflichtung Nettekovens, dem großes Talent nachgesagt wurde, der aber schon Jahre ohne Spielpraxis ist.

Stellungsfehler sorgten für Probleme

Krol und Henkel wurden dem Oberliga-Team zugeordnet, wo sich der damalige Coach Kunkel für Krol als Stammkeeper entschied. Nettekoven wurde in der Regionalliga Ersatzmann für den unumstrittenen Niklas Hartmann. In der Vorbereitung zeigte er eine prima Vorstellung gegen den PSV Eindhoven, bei der er seine guten Reflexe einbringen konnte. Dass ein guter Torwart aber über mehr als gute Reaktionen auf der Linie verfügen muss, wurde schon bei seinem ersten Meisterschaftseinsatz sichtbar.

Bei Viktoria Köln musste Hartmann mit Oberschenkelproblemen passen und prompt verlor RWO durch zwei Stellungsfehler Nettekovens. Zwei Spieltage später verletzte sich Hartmann dann – bei Kunkels Premiere als Regionalligacoach – in Duisburg so schwer am Knie, dass die Saison für ihn gelaufen war. Nettekoven wurde eingewechselt, und die beiden Schüsse, die er aufs Tor bekam, waren drin – 1:2 verloren.

Der letzte Kredit scheint vorerst verspielt

Kunkel sprach dem Keeper dennoch das Vertrauen aus, schließlich ist er kein Freund voreiliger Wechsel. Zumindest bis zur Winterpause schien die Position Nettekovens gesichert. Doch nach der bitteren und vor allem völlig unnötigen Pleite in Wuppertal dürfte der 25-Jährige seinen vorerst letzten Kredit verspielt haben.

RWO
1:3 in Wuppertal - RWO präsentiert sich als Aufbaugegner

Das Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer Hans-Günter Bruns hatte sich Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen anders vorgestellt. RWO verlor beim Wuppertaler SV mit 1:3 (1:1). „Wir haben uns in der Habzeit viel vorgenommen, denn Wuppertal war praktisch tot“, sagte RWO-Coach Kunkel nach der Partie.

„Es ist nicht meine Aufgabe, einem Torwart zu sagen, wo er zu stehen hat“, sieht der ehemalige Stürmer Kunkel Nachholbedarf im Spiel seines Keepers. Das Argument der fehlenden Spielpraxis – in der Saison 11/12 machte Nettekoven ein Regionalligaspiel, im Jahr davor spielte er gar nicht – zieht nach sechs Spielen in Folge von Beginn an auch nicht mehr.

Kunkel will im Training genau hinschauen

So müsste nun alles für einen Einsatz von Krol am Samstag sprechen. Doch zwischenzeitlich hat RWO mit Sebastian Tiszai einen weiteren Torwart verpflichtet, der im Training sowie bei zwei Einsätzen in der U 23 einen guten Eindruck hinterlassen hat. „Wir werden uns das im Training diese Woche genau ansehen“, will sich Kunkel noch nicht festlegen und vertraut dabei seinem Co-Trainer und ehemaligen Profi-Torwart Dirk Langerbein.

Für den 24-jährigen Tiszai könnte seine Größe von 1,99 Meter sprechen. Dazu lässt Kunkel durchblicken, nicht zu sehr dem Jugendwahn verfallen zu wollen. Für den 19-jährigen Krol, mit 1,92 m ebenfalls noch mit guter „Torwartlänge“, sprechen dagegen seine Spielpraxis und die konstant guten Leistungen in der Oberliga wie zuvor in der Jugend-Bundesliga. RWO wäre nicht der erste Profi-Klub, der mit einem jungen Torwart die richtige Wahl trifft. „Auch ältere Torhüter machen Fehler“, weiß Kunkel.

Ralf Bögeholz, Peter Voss



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