Locker bleiben, ernst rangehen
19.02.2010 | 15:46 Uhr 2010-02-19T15:46:34+0100Die steigenden Temperaturen haben Spielern und Verantwortlichen bei RWO ein Lächeln ins Gesicht gemalt. Oliver Petersch geht still schmunzelnd an der Landwehr seines Weges, grüßt freundlich und meint: „Alles fit.“ Trainer Günter Bruns ist auch locker: „Endlich konnten wir mal wieder vernünftig trainieren.“ Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr) herrscht bei RWO gute Laune.
Donnerstag begrüßte der Trainer 26 Spieler zum Aufgalopp im Stadion Niederrhein. „Wir konnten endlich wieder Spielformen und zwar elf gegen elf üben. Und hatten noch Auswechselspieler!“, wundert er sich über das Novum für diese Saison.
Was ihn auch freut: „Der Rasen im Stadion ist von guter Qualität, das haben derzeit nicht viele in den Bundesligen.“ Kurzum: „Das Arbeiten war angenehm.“ Zwei Wochen lang hatte sich der Zweitligist mit Training auf vereistem und verschneitem Untergrund, in der Halle oder beim Waldlauf durchgebissen.
Lieber hätte der Coach Testspiele absolviert, doch die waren wegen der winterlichen Verhältnisse nirgends möglich. „Training und Spielpraxis sind zwei Paar Schuhe.“ Für Akteure wie Felix Luz, Esad Razic oder Benjamin Reichert, die wieder nahe am Kader sind, aber länger nicht gespielt haben, wäre dies wichtig gewesen. So überlegt Bruns nun, Razic und Reichert mit in den Kader zu nehmen. „Es ist möglich, dass sich was ändert“, sagt er und räumt Razic Chancen ein. Ein Einsatz von Reichert ist kaum wahrscheinlich. Zumal der Kapitän jetzt erst noch das Urteil eines Arzte abwarten wollte, um vielleicht seine Verfügbarkeit für die Bank zu signalisieren. Dominik Borutzki soll beim heutigen Testspiel der U 23 in Bochum etwas Spielpraxis bekommen - ansonsten wird keiner der ehemaligen Langzeitverletzten dort eingesetzt. „Kunstrasen birgt einfach zu viele Risiken.“ So wird Bruns weitgehend der Elf aus dem Rostock-Spiel vertrauen, mit dem üblichen Vorbehalt der „einen oder anderen Änderung.“
Den ehemaligen Oberhausenern Kim Falkenberg und Christopher Nöthe bescheinigt er bei den dreiblättrigen Kleeblättern eine gute Entwicklung, vor allem dem Stürmer. Nöthe habe mit zehn Toren „einen Riesensprung gemacht und sich stabilisiert. Wir hätten ihn gern behalten, doch die Bedingungen waren unannehmbar“, sagt Bruns. Falkenberg, der es auf der ungewohnten linken Seite zum Stammspieler bei den Fürthern gebracht hat, bescheinigt er eine durchwachsene Saison.
Aber das ist letzten Endes egal: „Wir müssen unser Spiel durchbekommen, dann haben wir gute Chancen“, sagt Bruns. Vielleicht hält als Glücksbringer obendrein Willi Demski her. Der Klassespieler der 57er-Aufstiegself lässt sich nach mehr als 20 Jahren wieder im Stadion sehen.
0mitdiskutieren