LESERBRIEF

Stadtsportbund (SSB). Ist der SSB ein Murmeltier und hält Winterschlaf? Wo bleibt die angekündigte Stellungnahme zur Fortführung des Geschäftsbetriebes? Anfang Dezember wurde die Oberhausener Sportwelt mit dem Rücktritt der SSB-Vizepräsidentin Heike Veenhues konfrontiert. Eine Menge Anschuldigungen wurden beiderseitig erhoben. Der SSB kündigte eine Stellungnahme über die Fortführung des Geschäftsbetriebes und der Besetzung der vakanten Positionen für Januar an. Die Oberhausener Sportbevölkerung wartet und wir denken, es ist Zeit.

Aus gut unterrichteten Kreisen wurden zwischenzeitlich weitere Versäumnisse und misswirtschaftliche Tatbestände bekannt.

Zum einen gibt es da immer noch die nicht abgerufenen Mittel. Die erhöhen sich nun um einen Betrag, der durch den Landessportbund NRW für Sturmschäden an Pfingsten zur Verfügung gestellt wurde. Der SSB Oberhausen ist der einzige Stadtsportbund in NRW, der diese Mittel nicht abgerufen hat.

Stattdessen werden lieber kommerzielle Oktoberveranstaltungen, die am Stadion Niederrhein stattfinden, gesponsert, in dem man seitens des SSB für die entstehenden Stromkosten zahlt.

Da fragt man sich allen Ernstes, woher diese finanziellen Mittel stammen. Ach ja: Ein Teil wurde ja eingespart, indem man für die Mitgliederversammlung keinen Gebärdendolmetscher bereitstellte.

Nur so am Rande sei erwähnt, dass die Mittel des LSB dazu hätten beitragen können, weitere hauptamtliche Kräfte zu installieren und zu finanzieren, um damit eine tägliche und notwendige Präsenz für den Oberhausener Sport sicher zu stellen.

Die Sportvereine sind nun in der Pflicht aufzustehen und eine Mitgliederversammlung zu initiieren, damit der Dornröschenschlaf ein Ende hat. Neuwahlen sind unabdingbar, damit erwähnte „faux pas“ ein Ende haben.

Die Aufgabe eines modernen SSB ist es, in partnerschaftlicher Arbeit mit Stadt, Politik und LSB die Zukunft sicher zu stellen und nicht als Verwalter und „Zahlstelle für andere Aktivitäten“ zu dienen.