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Keine Veränderung in Sicht

13.11.2012 | 16:02 Uhr
Keine Veränderung in Sicht
Trainer Predrag Lukic macht derzeit keinen glücklichen Eindruck.Foto: Kerstin Bögeholz

evoNBO-Trainer Predrag Lukic erhält keine Verstärkungen

Der erste Trainerwechsel in der Damenbasketball-Bundesliga steht fest. Harald Senger und der letztjährige Aufsteiger Rotenburg/Scheeßel trennten sich nach vier Siegen und zwei Niederlagen in gegenseitigem Einvernehmen, wie es immer so schön heißt. Hauptgrund sollen Differenzen zwischen Mannschaft und Trainer gewesen sein, was den Coach allerdings nach eigener Aussage überrascht hat.

In Oberhausen ist es (noch) nicht soweit, auch wenn die sportliche Situation deutlich schlechter als bei den Hurricanes ist. Dennoch wird Senger bereits in diversen Medien als möglicher Nachfolger von Predrag Lukic bei evo NBO ins Gespräch gebracht.

Ein üblicher Reflex, wenn auf der einen Seite ein Verein sportlich am Boden ist und auf der anderen Seite ein anerkannter Fachmann auf dem Markt ist. In diesem Fall aber eine höchst unwahrscheinliche Variante. Zwar ist Lukic ganz offensichtlich ziemlich umstritten, doch derzeit gibt es scheinbar keinerlei Aktivitäten seitens des Vereins, sich vom Deutsch-Serben zu trennen. „Darüber wurde mit mir nicht gesprochen und so lange ich hier trainieren darf, werde ich es mit aller Kraft tun“, so Lukic gestern gegenüber dieser Zeitung.

Vom Vorstand ist keine offizielle Stellungnahme zu bekommen, ein Vertrauensbeweis sieht sicher anders aus. Die NBO-Verantwortlichen dürften aber gut beraten sein, in den kommenden Tagen klare Kante zu zeigen. Ansonsten ist kein Ende des momentanen Negativtrends zu erwarten. Noch steht das Team auf dem zehnten Tabellenplatz, der zum Klassenerhalt reichen würde, doch das dürfte sich schon am Wochenende ändern. Und in zehn Tagen kommt der Herner TC zum Derby nach Oberhausen, in dem schon eine Vorentscheidung in Sachen Abstieg fallen kann.

Möglicherweise ist alles eine finanzielle Frage. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung konnte zwar verkündet werden, dass die Verbindlichkeiten im vergangenen Jahr weiter gesenkt wurden, doch der Konsolidierungskurs soll fortgesetzt werden. Große Sprünge sind so nicht drin. Die Forderung Lukics nach personellen Verstärkungen wurde noch am Montag abgelehnt. Dass er trotz in etwa gleich hohem Etat mit einem etwas kleineren Kader im Vergleich zum Vorjahr auskommen muss, hat auch mit seiner Stelle zu tun. Denn als hauptamtlicher Trainer kostet er deutlich mehr als seine Vorgängerin Julia Gajewski, die diesen Job neben ihrem Beruf als Pädagogin ausübte.

Eine externe Alternative für den Trainerposten dürfte somit kein Thema sein. Harald Senger wird sich vermutlich woanders als in Oberhausen nach einem Trainerposten umsehen müssen.

Ralf Bögeholz



Kommentare
14.11.2012
11:55
Keine Veränderung in Sicht
von the-truth | #4

Bruhnke scheiterte nicht am Team, sondern an Frau Gajewski, die sich mit dem damals vollzogenen Rollenwechsel nicht abfinden wollte und an allen Fronten massiv gegen den Trainerkollegen arbeitete. Geschickt benutzte sie den Wechsel in der Führung des Vereins und war erst zufrieden, als Frau Benter ihr ihr Spielzeug NBO zurückgegeben hatte. Interessanterweise wurde Bruhnke mit einer Bilanz von 3 Siegen und 3 Niederlagen in die Wüste geschickt. Das Vereinsmotto "we are family" liefert den letzten faden Beigeschmack, die Demission Bruhnkes fand exakt einen Monat vor der Geburt seiner ersten Tochter statt.
Lukic hat (neben gestörter Kommunikation) andere Probleme: Während Gajewski und Bruhnke immer noch das ein oder andere Talent aus Vereinsreihen einbauen konnten, "liefert" die Nachwuchsarbeit nicht mehr.
Es gibt natürlich Alternativen zu Gajewski, es braucht einen kommunikativen und zielstrebigen Trainer, der Zeit und Befugnisse bekommt, um die Jugendarbeit mittelfristig massiv umzubauen

14.11.2012
06:47
Keine Veränderung in Sicht
von Fan-mit-Jahreskarte | #3

Die Ursachen können vielfältig sein: Der Trainer harmoniert nicht mit dem Team oder auch umgekehrt. Nach Jahren der Tätigkeit von Frau Gajewski haben sich die Spielerinnen an ihren Stil gewöhnt – und müssen sich nun umgewöhnen. Das ist keine Kritik an Frau Gajewski, vielmehr ein normaler Vorgang nach mehrjähriger Tätigkeit in einem Verein. Anderseits wäre Herr Lukic schon der zweite Trainer nach Herrn Brunke, der nicht mit dem Team klarkommt. Und wenn nun wieder Frau Gajewski als kostengünstigste Lösung kommt, was dann? Bekommt sie eine neue Spielerin, denn der aktuelle Kader ist weder qualitativ noch quantitativ in der Lage, in der DBBL mitzuhalten. Und was ist das für ein Zeichen nach außen? Ist Frau Gajewski auf Lange sich die einzige, die im „Familienverein“ NBO die erste Mannschaft trainieren kann und sonst niemand anders?

14.11.2012
01:16
Keine Veränderung in Sicht
von the-truth | #2

Unfähigkeit an allen Fronten!
Erst wird Herr Lukic ausdrücklich und öffentlich von Frau Benter UND Frau Gajewski empfohlen, dann stellt dieser sein Team zusammen und ruft jetzt schon nach Verstärkungen...außerdem scheint Herr Lukic massive Kommunikationsprobleme zu haben...arme New Baskets!
Zumindest in Sachen Kommunikation konnte man Frau Gajewski keine Vorwürfe machen, ihre Probleme lagen auf anderen Ebenen.
Was wird passieren? Frau Benter wird schon lange bei Frau Gajewski angefragt haben, weil naheliegendste und günstigste Lösung.
Dann zahlt man Lukic aus und sucht rechtzeitig nach einem neuen Übungsleiter für die Saison 2013/2014...

13.11.2012
22:28
Verbindlichkeiten?
von Schantall | #1

Auf welcher Mitgliederversammlung war Herr B. denn?

Was hat Herr Lukic nur aus dieser Mannschaft gemacht? Die "Experten", die J.G. immer Unfähigkeit nachgesagt haben, sollten mal in die Sporthalle kommen. Und nicht nur zum Biertrinken!
Es sieht ja so aus, als wenn die Damen garnichts mehr könnten. Ganz ohne diesen Messias könnten sie es sicher besser!

Der Fan mit der Jahrekarte kann sicher einspringen. Der weiß doch alles!

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