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Kein Spiel wie jedes andere

02.11.2012 | 15:54 Uhr
Kein Spiel wie jedes andere
Die Doppelsechs mit Ken Asaeda (l.) und Hiromu Watahiki wird aufgelöst, Marvin Grumann ersetzt Watahiki.Foto: Kerstin Bögeholz

Der Auftritt von RWO Samstag beim Wuppertaler SV ist ein besonderes Spiel.

Natürlich geht es nur um drei Punkte, doch ein Spiel wie jedes andere ist es trotzdem nicht. Wenn RWO Samstag, 14 Uhr, beim Wuppertaler SV antritt, werden viele Fäden der jüngeren Vergangenheit wieder verknüpft und rufen Erinnerungen an gute wie an schlechte Zeiten hervor. Die Elf von Peter Kunkel hat drei Kicker mit WSV-Vergangenheit in ihren Reihen, die Elf von Günter Bruns gleich fünf. Trotzdem sagt Kunkel: „Pipapo, das ist normal im Fußball. Damit beschäftigen wir uns nicht. Für uns ist wichtig, dass wir wieder dahin kommen, wo wir vor dem Bergisch-Gladbach-Spiel waren.“

Was im besten Falle dann dabei heraus käme, sei nicht abzuschätzen, „doch die Spieler sind verpflichtet, alles zu geben.“ Kunkel hat seinen Leistungsträgern in der Woche klar gemacht, dass sie jede Woche die Chance hätten, sich für höhere Ligen zu empfehlen und gegenüber den Fans in der Bringschuld seien. „Das sollte Anreiz genug sein.“ War es gegen Bergisch-Gladbach aber nicht, wo erfahrene Spieler wie Ralf Schneider deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben.

Marvin Grumann kommt

Obwohl auch andere Leistungsträger enttäuschten, tendiert Kunkel dazu, wenig zu ändern. Einziger geplanter Positionswechsel ist der von Hiromu Watahiki hin zu Marvin Grumann. Kunkel verspricht sich von dem ehemaligen U 19-Talent mehr Zug nach vorn – was er in der zweiten Halbzeit gegen Bergisch-Gladbach zeigte. „Die beiden Japaner zusammen sind zu defensiv, die haben nur nach hinten gespielt und nichts aufgebaut.“ Kunkel räumt ein, dass er auch Ken Asaeda statt Watahiki eine Pause hätte gönnen können.

David Loheider ist nach längerer Pause wieder im Training, Pascale Talarski hat eine Woche ausgesetzt und trainiert wieder voll mit. „Er hat nicht viel verloren“, räumt Kunkel dem Offensivmann auf jeden Fall einen Platz im Kader ein.

Der könnte nach der grenzwertigen Besetzung mit 16 Spielern in der Vorwoche nun wieder bei den möglichen 18 liegen.

Asaeda, Patrick Nettekoven und Karoj Sindi haben eine, wenn auch wenig nachhallende WSV-Geschichte. Auf der anderen Seite hat Bruns mit Christoph Semmler, Benjamin Reichert, Marcel Landers, Thomas Schlieter und Florian Abel einige Weggefährten aus Regional- und Zweitligazeiten ins Bergische geholt. Für die ist das Spiel etwas besonderes, zumal alle gute wie schlechte Erinnerungen mit Oberhausen verknüpfen. Schlieter fällt mit Muskelfaserriss aus, die anderen dürften zur Verfügung stehen. Mit ihnen (außer Abel) unterlag RWO in den letzten beiden Regionalliga-Vergleichen zweimal: 0:2 in Wuppertal, 0:1 in Oberhausen. Dafür stand am Ende der Zweitligaaufstieg

Was Kunkel naturgemäß überhaupt nicht interessiert: „Wir schauen auf uns und wollen unser Spiel durchdrücken. Und dann gucken wir, wie es ausgeht.“ Dazu mahnt er (wie immer) die Grundtugenden an: „Fußball wird über Zweikämpfe, Laufbereitschaft und Aggressivität entschieden. Dies alles müssen wir an den Tag legen, um gegen Wuppertal zu bestehen.“

Peter Voss



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