Kein Season-Opening mehr

Ende September 2013 fand das damit vorletzte Season Opening in der Jürissen Halle statt.
Ende September 2013 fand das damit vorletzte Season Opening in der Jürissen Halle statt.
Foto: WAZ FotoPool
Die DBBL folgte dem Antrag aus Nördlingen, wonach der erste Spieltag der Damen-Bundesliga nicht mehr zentral ausgetragen wird.

Die Damen-Basketball-Bundesliga hat auf ihrer Tagung am Wochenende beschlossen, in Zukunft auf das Season-Opening zu verzichten. So wie 2013 in Oberhausen wurde in den vergangenen Jahren der erste Spieltag jeweils über zwei Tage an einem Ort ausgetragen. Damit ist nun Schluss. Wie in anderen Sportarten auch findet nun der Saisonauftakt nicht mehr zentral statt.

Damit schafft die DBBL ein Alleinstellungsmerkmal ab, mit dem man sich bessere Vermarktungschancen erhofft hatte. Die sind fraglos gegeben, doch gelang es in den vergangenen Jahren nicht, diese auch zu nutzen. Das war offenbar nicht der Hauptgrund, den gemeinsamen Auftakt wieder abzuschaffen.

Die Wohnbau Angels aus Nördlingen hatten aus zwei anderen Gründen den Antrag gestellt. Zum einen, weil die Hälfte der Bundesligisten damit ein Heimspiel pro Saison weniger haben und zum anderen, weil während des Season-Openings Anwesenheitspflicht für die Vereine bestand.

Nur vier Bundesligisten, darunter dem Vernehmen nach auch NBO, setzten sich für die Fortführung des Season-Openings ein, die Mehrheit war dagegen. Damit startet schon die kommende Saison Ende September nicht mehr zentral. Auch die in diesem Rahmen immer stattgefundene Gala mit der Ehrung der besten Spielerinnen und Trainer wird es damit in dieser Form nicht mehr geben.

Ein weiteres Thema der DBBL-Sitzung war die rechtlich umstrittene „Deutschen-Regelung“. Die besagt, dass derzeit immer mindestens zwei deutsche Spielerinnen auf dem Parkett stehen müssen. Da dies vermutlich vor einem EU-Gericht nicht standhalten würde, wird nach Lösungen gesucht, um dem Nachwuchs weiter die Chance für möglichst viele Einsatzminuten zu gewähren. Favorisiert wird die Lösung, den Sprachgebrauch in der Satzung zu verändern. Wie bei anderen Sportarten, in denen nicht die Nationalität, sondern der Ort der Ausbildung berücksichtigt wird.