Jörg Schranz will dreifachen Ultra-Ironman absolvieren
10.07.2009 | 13:48 Uhr 2009-07-10T13:48:00+0200
Oberhausen. „Wie bekloppt muss man eigentlich sein, um so etwas zu machen?” Eine Frage, die dem Oberhausener Jörg Schranz bereits sehr oft gestellt wurde. Jetzt will der Extremsportler einen dreifachen Ultra-Ironman absolvieren.
„Wie bekloppt muss man eigentlich sein, um so etwas zu machen?” Eine Frage, die dem Oberhausener Jörg Schranz bereits sehr oft gestellt wurde. „Weil es mir Spaß macht und ich wissen will, wo meine Grenzen sind”, ist seine Antwort.
Bisher hat er seine Belastungsgrenze noch nicht gefunden, aber das kann sich am 24. Juli ändern. Dann wird der jetzt 44-Jährige in Lensahn (kurz vor Fehmarn) erstmals beim dreifachen „Ironman” an den Start gehen.
Dreifacher Ironman? Genau: Das sind 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Rad fahren und anschließend 126 Kilometer laufen. Ein Wahnsinnsprogramm, das der Oberhausener zum ersten Mal bewältigen will. Spätestens dann wird er wohl die dunkelsten Ecken seiner Psyche kennen lernen - hineingetrieben von seinem inneren Schweinehund.
„Der Stress ist ungefähr so groß, als ob du am Tag deiner wichtigsten Prüfung vorher noch mal zum Zahnarzt musst”, sagt Jörg Schranz. So nüchtern, wie ein Formel-1-Pilot die Daten seines Autos aufsagt, nennt Schranz die physischen Eckwerte seines Körpers: 39 Pulsschläge pro Minute im Ruhezustand, unter zehn Prozent Gesamtfettanteil im Muskelgewebe, 1150 Mililiter Herzvolumen, 82 Kilogramm Gewicht, 180 Zentimeter Körpergröße.
Aller Anfang ist schwer
Das war nicht immer so – November 2002: Schranz bringt stolze 120 Kilo auf die Waage und leidet unter Bluthochdruck. Er schluckt Beta-Blocker und fühlt sich mies. Er stellt seine Ernährung um, beginnt Rad zu fahren. Bis zu 1000 Kilometer im Monat. Die Pfunde purzeln. Nach nur zwei Monaten sind 17 Kilo weg. Ein Jahr später wiegt er noch 90 Kilo. Im Fitness-Studio animiert ihn sein Nachbar, aufs Laufband zu gehen. Seither bestimmt Laufen sein Leben.
Zwei Wochen später läuft er seinen ersten Halbmarathon. Halbe Sachen sind nicht sein Ding, und so geht er 2004 in Duisburg über die volle Distanz. Seine Zeit damals: 4:54,52 Stunden. Fünf Monate später ist er bei den ”Ultras” angekommen – 50 Kilometer am Stück in etwas mehr als fünf Stunden. 2005 und 2006 läuft er insgesamt zehn Mal Marathon und setzt immer längere Strecken drauf: 78 Kilometer, 103 Kilometer.
Im September 2007 folgt der erste Triathlon in Oberhausen - damals über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, zehn km Laufen). Jetzt war er mit dem „triathletischen Virus” infiziert. Aber im Wasser hatte er noch Probleme. „Ich habe erst einmal Kraulschwimmen lernen müssen”, verrät Schranz, der beim 24-Stunden-Schwimmen in Duisburg 11,5 Kilometer am Stück zurück legte. Seinen ersten „Ironman” schaffte er im letzten Jahr in 13,50,36 Stunden. In diesem Jahr lief er bereits einen Vierfachmarathon, das waren knapp 170 Kilometer, bei der „Double-Ironman-EM” (7,6/360/ 84,4) in Österreich lief er nach 30 Stunden über die Ziellinie. Nun also wagt er sich erstmals an den „Dreifachen”.
Babybrei bringt Power
„Essen und Trinken sind während des Rennens das Wichtigste. Wer hier einen Fehler macht, den trifft ganz schnell der Mann mit der Keule”, weiß Schranz. Die Übersetzung für den Laien: Bei Unterzuckerung und zu großem Flüssigkeitsverlust treten die Muskeln und Organe von einer Sekunde auf die andere in den Streik. „Als Frühstück vor so einem Marathon habe ich gute Erfahrungen mit Babybrei gemacht. Da steckt alles drin, was mein Körper braucht”, sagt er.
Erfunden haben den Ironman drei amerikanische Navy-Offiziere, die sich nicht darüber einigen konnten, ob Schwimmer, Radfahrer oder Läufer über die größere Ausdauer verfügen – sie haben einen Kombinationswettkampf entscheiden lassen.
17:37
hallo yogi, ist ja wahnsinnig. Ich hoffe es wird Dir dabei gutgehen und Du hast Spass. Ich laufe dann mit Dir demnächst mal wieder langsam und gemütlich.
Liebe Grüße
Inga
13:22
Nur noch 3 Marathon laufen - so denkt Yogi bestimmt !
Das schimmen ( 12km ) - und Radfahren ( 540km ) ist geschafft.
Ich verfolge in twitter wie es Yogi geht.
Gerd
http://www.derwesten.de/blogs/streckenposten/stories/5982/
http://www.triathlonlensahn.de/ ( Link zur Veranstaltung )
http://twitter.com/ultrayogi
( hier twittert Yogi ( sicher seine Supporter )
13:41
@stephus: die einen lieben kurz und schnell, die anderen länger und langsamer. Menschen sind eben verschieden. Um meine Marathonbestzeit zu erreichen gehe ich nicht spazieren. Ich hab kein Problem mit Schnelleren oder Langsameren. Jeder wie er mag.
Grüße aus OB, Yogi
09:47
Bisher hat er seine Belastungsgrenze noch nicht gefunden... vielleicht einfach mal einen Marathon oder Ironman ein wenig schneller absolvieren, dann findet man seine Grenze ganz schnell...
11:57
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21:19
schreibe mir doch mal wie die organisation deíner begleidung ist . ich mwill es auch im 2010 machen bin schon fest im training . das heißt mein quali ironman klagenfurt 2009 habe ich schon gemacht 100 kilometer lauf in biel habe ich auch schon und das schwimmen da bin ich bei schon mehere distancen über 4 km schwimmen . aber meine frage war ja wie ist das mit den begleit- personen die eine die nahrung und weiter mit ersatzkleidung helfen bin schon seid 2 jahren mit den thema befast . und nun soll es 2010 los gehen
17:19
Der dreifache wird für mich um die 50-54h dauern. Eine Schnitt von 40km/h sind beim 3fachen selbst für die Besten unrealistisch.
Zu den 11,5km Schwimmen: im Rahmen eines 24h Schwimmens habe ich diese Distanz mal getestet, war aber nur 5,5h im Wasser.
Mein Tipp: http://www.triathlonlensahn.de/ da sind auch die Ergebnisse und Zeiten der Vorjahre. Da kann man sich dann ein Bild machen.
Herzliche Grüße aus Oberhausen, Yogi
16:54
Etwas verrückt ist es schon, aber Hut ab vor der Leistung.
15:27
Ums Doping mach ich mir keine Sorgen. Aber wie lange dauert so ein dreifacher Ironman? Alleine 540km Radfahren bei einer super Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h dauert an die 14 Std.
Wird der Körper dann nicht einfach auch mal müde?
Denn für 11,5km schwimmen hat der gute Mann auch 24Std benötigt. 11,4km muss er beim dreifachen Ironman schwimmen.
Dann noch 126km laufen! Man sieht die Menschen beim Marathon schon reiheweise zusammenbrechen. Und das sind nur knapp über 42km.
Also ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ein Mensch das am Stück schafft! Mit am Stück meine ich ohne Schlaf bzw Ruhephasen.
Er wäre ja mindestens 48Std hintereinander unterwegs. Also das klingt unglaublich bei solchen Extrembelastungen...
09:56
Ja, das geht komplett ohne Doping. Jahrelanges Training und Spaß an der Sache bringen einen auch ins Ziel. Schmerzmittel gegen Muskelkater? Wenn man nach dem Wettkampf Muskelkater hat, dann war das Training nicht an den WK angepasst. Ich bin absolut gegen Schmerzmittel in diesem Zusammenhang.
Das Thema mit den 2-3 Marathons kenne ich, es kommt immer auf die Geschwindigkeit bzw. die Belastung drauf an. Ich mache zwischen 15 und 20 pro Jahr und darunter auch längere.
Viel mehr Infos gibts in meinem Blog.
Grüße aus Oberhausen, Jörg Schranz