Je oller, je doller: Meister!

Tischtennis ist wie Fahrrad fahren, einmal gelernt ist eben gelernt: Zumindest für Waldemar Zick, Helmut Lagger und Arno Jäger. Die spielten bei den westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften für den SC Buschhausen 1912 und überzeugten da auf ganzer Linie. Am Ende stand ein 4:2-Finalerfolg gegen den TC Holzwickede, was die Quali zur DM in Bielefeld bedeutet.

Schon in der Gruppenphase setzte das Zwölfer-Trio ein erstes Ausrufezeichen. Gegen TTG St. Augustin gelang ein 4:1-Erfolg, bei dem Zick an drei der vier Punkten beteiligt war. Während Jäger verlor, fuhren Lagger und Zick in der ersten Runde der Einzel zwei Siege ein. Dann gewannen beide gemeinsam im Doppel, ehe Zick den Deckel auf die Partie machte. Im zweiten Spiel gegen den TV Erkelenz brauchte es einen großen Kraftaufwand. Lagger unterlag deutlich, Zick gewann souverän, Jäger setzte sich per Fünf-Satz-Sieg durch. Im Doppel konnte Erkelenz ausgleichen, Zick verlor das Duell der beiden Einser, Lagger gleich in umkämpfter Partie aus. Diesmal war es Jäger, der doppelt erfolgreich war und damit zwei Zähler sicherte. Zuletzt gab es dann ein richtiges Endspiel.

Die bis dato ungeschlagene TTG Netphen wollte ebenfalls den Gruppensieg und machte es den Zwölfern schwer. Denen gelang zwar der bessere Start nach Siegen von Zick und Lagger im Einzel sowie im Doppel, doch durch die beiden Niederlagen von Jäger und einer von Zick, stand es plötzlich Remis. Diesmal war es an Helmut Lagger und der lieferte beim 3:0 den Siegpunkt ab.

Auch Buschhausens sportlicher Leiter Michael Lange war erfreut über das Paradebeispiel an Geschlossenheit: „Damit war eigentlich nicht zu rechnen, aber klasse!“ Helmut Lagger ist 72 Jahre alt, Arno Jäger gar 74 – eine grandiose Leistung der Routiniers, die am Sonntag dann weiterging. Der souveräne 4:1-Erfolg über Rheydt bedeutete dann das Finale gegen Holzwickede.