In den kühnsten Träumen nicht erwartet

Sie trainierten im Kanal und überzeugten nun im sonnigen Italien.
Sie trainierten im Kanal und überzeugten nun im sonnigen Italien.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Teams des TC Sterkrade überzeugen bei der Europameisterschaft im italienischen Auronzo di Cadore mit insgesamt 14 Medaillen. Nun beginnt die Planung der Regatta-Saison 2016.

Mit jeder Menge Erfolgen und bleibenden Erinnerungen kehrten die Drachenbootsportler der Centro Flying Turbos des TC Sterkrade 69 von den Europameisterschaften der Clubmannschaften im italienischen Auronzo di Cadore zurück, für die sie sich durch das gute Abschneiden auf der deutschen Meisterschaft 2014 qualifizieren hatten.

Am ersten Renntag standen die 500m auf dem Plan. Die Sterkrader starteten ausschließlich im Small-Boot, in den Klassen Premium Mixed, Herren und Damen sowie Grand Masters Mixed und Open. Da parallel auch die Europameisterschaften der Nationalmannschaften ausgetragen wurden, fanden Rennen bereits alle in der Zeit von 8 bis 12.30 Uhr statt.

Alle 69er-Boote konnten sich über den vorgegebenen Modus für die Finalläufe qualifizieren. Das hieß für sie: Fünf Finalrennen innerhalb von nur 60 Minuten. Den Anfang machte das Grand Masters Herren Boot. Nach einem starken Rennen musste man sich nur dem starken russischen Team aus Moskau geschlagen geben und konnte die erste Medaille erpaddeln. Unmittelbar danach folgten die Premium Damen und ein Rennen später die Premium Herren. Beide Boote hielten gut mit und waren im Kampf um Gold beteiligt. Am Ende reichte es für beide Boote zu Bronze.

Als nächstes hatte das Grand Dragons Mixed Boot seinen großen Auftritt und konnte ziemlich souverän die Goldmedaille und somit den Titel Europameister einfahren. Das letzte Rennen des Vormittags war das Finale im Premium Mixed. Hier reichte es leider nur zu Platz vier, nachdem sich die Höhe, die Regattastrecke liegt auf etwa 900m, sowie die Vorbelastungen bemerkbar gemacht hatten.

Beherztes Rennen

Danach wurde allerdings wieder Kraft getankt und bei der Sprintstrecke über 200 m waren die Centro-Flying Turbos wieder voll da. Im Herzen der Dolomiten auf der malerischen Regattastrecke wurden auch hier fleißig Medaillen gesammelt. Die Damen lieferten hier ein beherztes Rennen und konnten nach der Bronzemedaille am Vortag nun sogar Silber holen. Auch das Mixed-Team konnte sich noch einmal steigern und die Bronzemedaille erkämpfen. Das Grand Dragons Mixed Boot ließ danach wie schon am Tag zuvor keine Zweifel über den Sieger aufkommen und holte sich seine zweite Goldmedaille. Die Grand Dragons Herren durften sich zudem noch über Silber freuen. Das zweite Gold des Tages holten dann die Ü40-Masters, die ebenfalls wie schon über 500 m souverän siegten.

Am dritten Tag stand die Langstrecke über 2000 m auf dem Programm. Los ging es wieder mit den Premium-Booten. Die Herren, die den Sprint ausgelassen hatten, waren nun wieder voll da und durften sich über ihre zweite Bronzemedaille freuen. Auch die Damen zeigten sich erneut hoch motiviert und lieferten ein starkes Rennen ab. Am Ende gab es die zweite Silbermedaille für die Damen. Allerdings musste sich das Mixed-Team wie schon am ersten Tag mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.

Zum Abschluss war dann wieder auf das Masters Mixed Team sowie die Grand Dragons Mixed Verlass. Beide konnten zur Freude der gesamten Oberhausener Delegation ihre jeweils dritte Goldmedaille einsammeln. Damit gab es insgesamt 14 Medaillen für die Centro Dragons aus Sterkrade. Ein Ergebnis, mit dem die Oberhausener in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet hatten. Das Team belohnte sich damit für die harte Trainingsarbeit auf dem Rhein-Herne-Kanal und setzte das um, worauf seit der DM im vergangenen Jahr hin gearbeitet wurde. Diese Regatta und die gewonnen Eindrücke werden die Sportler mit Sicherheit so schnell nicht vergessen.

Da die Saisonhöhepunkte mit der DM und der EM vorbei sind, wird in naher Zukunft mit den Planungen für die Regattasaison 2016 begonnen. Auch hier möchten die Dragons wieder erfolgreich an den Start gehen und sich noch breiter und stärker aufstellen.