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Hoffnung trotz Pause

24.08.2010 | 21:12 Uhr
Hoffnung trotz Pause
Auf die starken Antritte von Lea Mersch muss das Publikum zunächst verzichten. Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPool

Oberhausen.Damen-Bundesligist evo NB Oberhausen wird die erste Phase der in knapp fünf Wochen beginnenden Saison endgültig ohne Nationalspielerin Lea Mersch bestreiten müssen.

Die anhaltenden Achillessehnenbeschwerden machen ein Training in der kommenden Zeit unmöglich. Und doch blickt die Aufbauspielerin optimistisch in die Zukunft. Denn sie entschied sich gegen eine Operation und für eine konservative Behandlung.

„Die letzten drei Wochen waren sehr hart“, blickt die 22-Jährige zurück. Es galt zu entscheiden, ob sie sich einer Operation unterziehen lassen soll. Schwierig, zumal beide Füße betroffen sind und eine gleichzeitige OP einen Monat im Rollstuhl bedeutet hätte. Doch wie so oft im Leben half der Zufall mit. Durch private Kontakte gelangte sie zum Osteopathen Sascha Hagener, der mit seinem ganzheitlichen Ansatz Mersch überzeugte.

Kein Druck

Nach Diagnose des Haglund-Syndroms wird nun nicht nur die Ferse, sondern der gesamte Körper behandelt, um die Ursachen zu bekämpfen. Zunächst erhält sie eine Kiefer-Schiene, danach folgen weitere Behandlungen, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Täglich reist die Spielmacherin derzeit nach Duisburg, wo neben der osteopathischen Behandlung auch Aufbautraining auf dem Programm steht. Denn der Oberhausener Publikumsliebling will so schnell wie möglich wieder zur Mannschaft zurück. Allerdings will sie sich nicht mit einem bestimmten Zeitpunkt unter Druck setzen. „Ich bin dieses Jahr vernünftiger“, verspricht sie, aus den Fehlern des Vorjahres zu lernen. Zwei Monate Behandlung sind zunächst einmal angesetzt, dann wird weiter gesehen.

Auch ihre Trainerin Julia Gajewski ist froh über die Entscheidung Merschs. „Ich freue mich, dass sie sich für diese Lösung entschieden hat, von der sie sich einiges verspricht.“ Dass sie auf ihre planmäßige Aufbauspielerin längere Zeit verzichten muss, stand ohnehin fest. „Bei einer Operation wäre sie vermutlich die gesamte Saison weg gewesen, jetzt besteht Hoffnung, dass sie uns in dieser Spielzeit noch helfen kann“, meint Gajewski, die ihrer „Nummer eins“ ebenfalls rät, die Rückkehr nicht zu überstürzen. „Sie soll sich nicht unter Druck setzen und wir werden es selbstverständlich auch nicht tun.“

Trotz des Ausfalls werden die New Baskets vermutlich nicht noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. Zum einen sind Alternativen kaum vorhanden und zum anderen lässt der finanzielle Spielraum nur wenig zu. Aber auch der bisherige Eindruck von Neuzugang Katie Snodgrass hat zu diesem Entschluss beigetragen. Die ursprünglich als „Back-up“ für Mersch vom Zweitligisten Osnabrück verpflichtete Amerikanerin hat im Training als auch beim ersten Test gegen Zweitligist Quakenbrück (71:47) durchblicken lassen, dass sie ihre neue Rolle durchaus ausfüllen kann. „Eine gute Verpflichtung“, findet Gajewski und auch Mersch ist sich sicher: „Das schafft Katie.“

Gegen Quakenbrück erzielte sie zwar nur sieben Punkte, erweckte aber einen sicheren Eindruck als Ballverteilerin. Entlastung könnte sie von einer weiteren Neuen, Leonie Prudent, bekommen. Die aus Opladen gekommene Flügelspielerin füllte diese Position im letzten Viertel durchaus zufriedenstellend aus. „Ein echtes Allroundtalent“, bemerkte Gajewski. Ebenfalls Aufbauspielerin ist Renee Höfels. Die vorrangig im Regionalliga-Team eingesetzte Tochter des zweiten Vorsitzenden Ralf Höfels trainiert nun häufiger mit der „Ersten“ und wäre laut Gajewski ebenfalls eine Option.

Zum Zweitligisten Dorsten gewechselt ist dagegen Christina Krick, die allerdings auch mit einer Zweitlizenz auch für evo NBO starten kann und beim Test gegen Quakenbrück mit von der Partie war. Ebenfalls in guter Verfassung zeigten sich da die hier bestens bekannten Jessica Feike (4) und Wiebke Bruns (12). Ihren ersten Einsatz hatten dagegen Jennifer Bender (19) und Katja Zberch (11). Letztere überzeugte mit ihrer „offensiven Spielfreude“, wie Gajewski meinte und einem guten Auge für die Mitspielerinnen. Bender benötigte eine Zeit, ehe sie in der zweiten Hälfte aufdrehte und dann sowohl offensiv als auch defensiv überzeugte. Noch nicht dabei war Des Almind, die allerdings nach ihrer Knieoperation allmählich wieder ins Training einsteigt.

Ralf Bögeholz

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Kommentare
27.08.2010
13:27
Hoffnung trotz Pause
von essener78 | #2

Ich wünsche Lea und Desire eine gute Besserung.

Wenn es nach Kommentar 1 ginge, müsste ich auch sofort meinen Verein verlassen, nur weil ich derzeit nicht meinen Sport in meinem Verein ausüben kann, weil ich auch am Bein einbißchem mehr als nur verletzt bin und die Genesung auch über ein Jahr dauern wird.

26.08.2010
23:12
Hoffnung trotz Pause
von Rudi_Rechtsweg | #1

Man hat ein eingeschränktes Budget und verpflichtet einen Pflegefall wie Lea Mersch?
Dazu die Desire Almind, die wohl kaum noch fit sein dürfte?
Das kann kaum zu guten Teamleistungen führen.
Birthe und Sarah werden in der Nationalmannschaft ausgequetscht, kommen das völlig ferg zum Saisonstart?

Was ne Scheißplanung!

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