Hennef kommt langsam an

16 Spieltage benötigte der FC Hennef, um mit einem 1:0 über die U 21 des 1.FC Köln den ersten Saisonsieg einzufahren. FC-Trainer Marco Bäumer gab anschließend erleichtert zu „dass ich froh bin, dass das Gerede von Tasmania Hennef endlich ein Ende hat“. Der Vergleich mit dem erfolglosen Bundesliga-Club Tasmania Berlin wurde immer dann bemüht, wenn der Aufsteiger aus dem Rhein-Sieg-Kreis am Ende mit leeren Händen dastand. Am heftigsten erwischte es das Team, als man mit 0:8 gegen VfL Bochum II ganz viel Lehrgeld bezahlen musste. Eine Woche später folgte eine 0:3-Niederlage im Stadion Niederrhein.

Ganz so leicht macht es der FC seinen Gegnern nicht mehr. Auch wenn gerade mal dieser eine Sieg zu Buche steht und man mit neun Zählern das Tabellenende ziert, hat die Mannschaft zugelegt. Fünf Spiele, sieben Punkte und 3:2-Tore, lautet die Bilanz vor der Winterpause. Am Ende trotzte man sogar Alemannia Aachen ein 1:1 ab. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass das Trainerteam auf gradlinigen Konterfußball mit einer starken Defensive umgestellt hat.

Um die Chance zu wahren, bis zum Saisonende unten herauszukommen, legte der sportliche Leiter Sebastian Hempel in der Winterpause personell nach. Marcel Radschuweit soll die Defensive verstärken, während man sich von Recep Kartal offensive Impulse verspricht. Denn letztendlich muss neben der stark verbesserten Abwehrarbeit auch die Angriffsbilanz von gerade einmal 13 erzielten Treffern noch aufgewertet werden.