Für Nord wird es ganz eng

Simon Reinhardt lieferte gegen Beuel eine starke Partie, ließ aber gegen Witzhelden einiges liegen.
Simon Reinhardt lieferte gegen Beuel eine starke Partie, ließ aber gegen Witzhelden einiges liegen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das überraschende 4:4 gegen Beuel verpuffte für Nord angesichts der 3:5-Niederlage in Witzhelden. Jetzt wird es zwischen diesen beiden Teams ganz eng – einzelne Spiele werden entscheiden.

Das lief irgendwie verquer. Nach dem unerwarteten 4:4 in eigener Halle Freitag gegen den BC Beuel II wähnte sich Badminton-Regionalligist Sterkrade-Nord vor der Partie gegen den TV Witzhelden im Vorteil. Eine erneute Punkteteilung am Samstag hätte wohl zum Klassenerhalt gereicht. Doch es kam anders: Mit 5:3 behielten die Gastgeber die Oberhand. Nord rutscht damit bei Gleichstand von sieben Punkten mit einem verlorenen Gesamtmatch mehr unter den Strich. Fünf mehr gewonnene Spiele sprechen im Restprogramm (Nord zwei Spiele, Witzhelden drei, siehen Box unten) verhalten für die Schmachtendorfer. Teamsprecher Sebastian Staats: „Wir haben den Druck, der auf den Schultern von Witzhelden lag, nicht nutzen können.“

Dabei hätte das Wochenende nicht besser starten können. Zwar reiste Beuel mit seiner stärksten Damenbesetzung an, dafür waren zwei Herren Ersatzspieler. Das erste Herrendoppel war gleich eine Schlüsselpartie. Sebastian Staats und Dave Eberhard brachten ihr Team mit zweimal 22:20, 22:20 gegen die starke Paarung Asher Richardson/Christopher Klauer in Führung. Das beflügelte Julian Lohau/David Stremlau zu einem völlig ungefährdeten Sieg gegen die überforderten Gäste. Das DD blieb erwartungsgemäß ohne Zähler, ebenso Lohau im HE 1 gegen den starken Neuseeländer Richardson. Dann aber schlug die Stunde von Stremlau, der nach verlorenem Satz endlich mal ein Spiel stark drehte und gegen Klauer noch mit 21:17, 21:11 siegte. Den vierten Punkt fuhr überragend Simon Reinhardt im dritten Einzel ein: 21:12, 21:16 gegen Hasan Hasan. „Das war eine perfekte Vorstellung“, lobte Teamsprecher Staats, der dann für Eberhard im Mixed einsprang, um ihn für das Spiel in Witzhelden zu schonen. Diese Partie, aber auch das DE gingen zum 4:4 verloren.

Nach der Partie saßen die Nordler noch lange zusammen, um die Marschroute für Witzhelden auszugeben: Konzentration hoch halten, vielleicht einfach punkten. Das wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Klassenerhalt gewesen. Bei einem Sieg sollte Plan A greifen: Staats hatte vorsorglich Samstagvormittag einen Kasten Bier besorgt, der den Weg nach Witzhelden mit antrat.

Es kam anders, am Ende stand eine 3:5-Niederlage. Die Punkte in Witzhelden markierten das erste Herrendoppel mit Staats und Eberhard, das zweite HD mit Lohau und Stremlau sowie das gemischte Doppel mit Lea-Lyn Stremlau und Eberhard – die beiden letzteren in je drei Sätzen. Das Dameneinzel mit Marie Schweitzer, das erste und dritte Herreneinzel mit Lohau und Simon Reinhardt und das Damendoppel Schweitzer/Stremlau verkauften sich unter Wert in je zwei Sätzen. Die Entscheidung fiel im letzten Spiel, dem zweiten Herreneinzel, das Stremlau 12:21, 22:24 abgab. Damit landeten zwei der „sicher“ geglaubten Spiele wie DD und HE 3 nicht auf Seiten der Gäste aus Oberhausen.

Staats: „Das war grundsätzlich mehr als ärgerlich. Mit nur fünf Spielen Vorsprung müssen wir weiter zittern.“ Bester Mann des Nachmittags war Kämpfernatur Dave Eberhard, der trotz Schulterproblemen auf die Zähne biss und an zwei der drei Zähler beteiligt war.