Für Baraou ist im Viertelfinale Schluss

Treffer wie hier gegen Michael Gunitzberger gelangen Baraou in Baku zu wenige.
Treffer wie hier gegen Michael Gunitzberger gelangen Baraou in Baku zu wenige.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Boxer verliert nach Punkten gegen den Lokalmatador aus Azerbaidschan. Sein offensiver Stil wurde ihm am Ende zum Verhängnis.

Nachdem die European Games für TC 69-Kanute Lukas Reuschenbach im Vierer schon relativ erfolglos verliefen, musste auch Boxer Abass Baraou unter der Woche in Aserbaidschan die Segel streichen. Er verlor 0:3 nach Punkten gegen den Lokalmatador Parviz Baghirov. Ganz so deutlich wie sich das Ergebnis liest, war der Kampf jedoch nicht.

Baraou, der in der ersten Runde ein Freilos gezogen hatte, hatte in der zweiten Runde auch mit Andrei Hartsenko keinerlei Probleme und bestach mit seiner offensiven Taktik gegen den Kämpfer aus Estland. Im Viertelfinale gegen Baghirov hatte er mit seiner Taktik dann weniger Erfolg. Zwar zeigte sich Baraou als aktiverer Kämpfer mit stetigem Drang nach vorne, doch sein Kontrahent boxte abwartend. Er setzte zu Beginn mehr Treffer, musste aber in der zweiten Runde einen Cut über dem Auge hinnehmen. Baraou gelang dann in der dritten Runde noch ein kleines Comeback, doch um die Wertungsrichter noch umzustimmen, reichte es am Ende nicht. „Ich wusste, wie er kämpft. Ich wollte eine gute Verteidigung aufbauen“, erzählte Baghirov später.

Baraou selbst war nach der Niederlage natürlich enttäuscht, blickt aber schon in die Zukunft: „Alles ist gut, Ende der Woche geht es wieder nach Hause“. Ein paar Tage Erholung sind drin, dann feilt er weiter an seinem großen Ziel von Olympia.