Förderverein feiert Geburtstag

Am Mittwoch wurden die Gründungsmitglieder der Oberhausener Förderung für Spitzensport für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Bild: v.l.: Heiner Dehorn, Apostolos Tsalastras, Wolfgang Wonsyld, Ulf Siemes, Bernd Homberg.
Am Mittwoch wurden die Gründungsmitglieder der Oberhausener Förderung für Spitzensport für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Bild: v.l.: Heiner Dehorn, Apostolos Tsalastras, Wolfgang Wonsyld, Ulf Siemes, Bernd Homberg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit 25 jahren schon gibt es in Oberhausen den Förderverein für Leistungssport. Stipendium für Boxer Abass Baraou.

Im Jahr 1990 wurde der Förderverein Oberhausener Spitzensport gegründet und feierte nun bei seiner Mitgliederversammlung im Vereinsheim der DLRG sein 25-jähriges Bestehen. Es standen Neuwahlen und Ehrungen an, aber auch eine Neuerung: Individuelle Förderung einzelner Spitzensportler. Diese soll in den nächsten Jahren fortgeführt werden und damit den jungen talentierten Sportlern helfen.

Zu Beginn bat der 2. Vorsitzende Bernd Homberg die Gründungsmitglieder Heiner Dehorn und Wolfgang Wonsyld, sowie den ersten Vorsitzenden Apostolos Tsalastras und den neunfachen Sportler des Jahres der Stadt, Ulf Siemes, zu sich. Dehorn berichtete, wie sich die Gründung vor 25 Jahren darstellte. Seitdem arbeitet der Verein eng mit der Stiftung „Förderung des Spitzensports in Oberhausen” zusammen. Über die „Faszination Halle Ost“, habe Dehorn seine Begeisterung für Spitzensport entdeckt. „Es ist wichtig, Idole für die Jugend zu haben. Daher müssen wir Talente in Oberhausen binden“, stellte Dehorn klar. Auch Wonsyld erinnerte sich an die Gründung und erzählte von seinen Erfahrungen im Verein.

Siemes, vom Ruderverein Oberhausen und Weltmeister im Achter von 2006, stellte klar, dass ohne eine finanzielle Unterstützung gerade im Jugendalter eine ungeheure Last auf den Schultern der Athleten lasten kann. Die Zeit, bevor es zu den Senioren geht und dann vielleicht der ein oder andere Sponsor anklingele, sei belastend. „Es ist gut, dass man sich nicht ständig Gedanken machen muss, wie viel man beispielsweise seinen Eltern zumuten kann.“

Auch aus diesem Grund entschied sich der Förderverein um den Vorsitzenden Tsalastras, nun auch zwei Sportler individuell zu fördern. „Wir vergeben zum ersten Mal ein Sportstipendium, dass über zwei Jahre finanzielle Förderung garantieren soll.“ Als erster Sportler wird Abass Baraou mit einem monatlichen Betrag unterstützt. Ab kommendem Jahr soll ein zweiter Sportler bzw. Sportlerin dazukommen. „Wir haben dazu im Voraus eine gute Diskussion geführt und wissen, dass Schule, Ausbildung oder Studium neben dem Spitzensport eine Herausforderung sind“, so Tsalastras. Siemes bekräftigt: „Diese regionale Förderung ist eine Besonderheit, das gibt es sonst nicht.“

Besonders wichtig sei eine Förderung deshalb geworden, weil das Modell Ganztagsschule den Sport verändere. „Das ist ein wichtiges Thema für die Zukunft, über das gesprochen werden muss. Der demographische Wandel und das aktuelle Schulsystem, machen Spitzensport zur Herausforderung“, sagte Tsalastras. Die monatliche Förderung, die Baraou erhält und die sein Trainer Momi Guettari stellvertretend entgegennahm, soll ein Beispiel sein, die Belastung zu verringern.

Nach zahlreichen Ehrungen wurden Neuwahlen durchgeführt. Tsalastras wurde als 1. Vorsitzender, Homberg und Sportdezernent Frank Motschull bestätigt beziehungsweise im Fall von Motschull neu ins Amt gewählt. Als Schatzmeister folgt Oliver Mebus auf Ulrich Salhofen. Ullrich Hinz kommt als Geschäftsführer für Dietmar Ingenerf in den Vorstand, Schriftführer wird Gustav Wentz. Dazu wurden neun Beisitzer in den erweiterten Vorstand berufen. „Jeder, der sich interessiert, sollte nicht ausgesperrt werden“, freute sich Tsalastras.

Probleme könnte der Verein in Zukunft dennoch bekommen, wie Salhofen in seinem Bericht anführte. Geringe Zinsen an den Geldmärkten machen es dem Verein schwierig, über 2018 hinaus eine solche Unterstützung, wie sie jetzt Baraou zugute kommt, zu gewährleisten.