Fleßers-Aus überschattet Niederlage

Simon Engelmann behauptet hier den Ball.
Simon Engelmann behauptet hier den Ball.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim 0:2 im Test gegen den Zweitligisten VfL Bochum präsentiert sich RWO sehr ordentlich. Doch die lange Verletzungspause von Robert Fleßers ließ die Stimmung sinken.

Die schlechte Nachricht für RWO kam bereits im Laufe des Tages. Der Regionalligist muss für längere Zeit auf Robert Fleßers verzichten. Die Sprunggelenksverletzung des wichtigen Mittelfeldspielers hat sich wie befürchtet als schwerwiegend herausgestellt. Eine genaue Diagnose steht allerdings noch aus. Das 0:2 (0:1) am Abend gegen den Zweitligisten VfL Bochum geriet dabei fast in den Hintergrund.

„Ausgerechnet Robert. Das ist mit die wichtigste Ecke in unserem Spiel, die nicht hätte herausbrechen dürfen“, schüttelte der sportliche Leiter Frank Kontny niedergeschlagen den Kopf. Auch Trainer Andreas Zimmermann rechnet mit einer monatelangen Pause und zog ein entsprechend langes Gesicht. „Das ist ein harter Schlag für uns.“

Mit der Vorstellung seiner Mannschaft gegen den Zweitligisten konnte Zimmermann dann aber wieder im Großen und Ganzen zufrieden sein. Er setzte dabei wie in Königshardt den 19-Jährigen David Gügör auf der linken Außenbahn ein. Der zuletzt in Bielefeld in der U19-Bundesliga sowie der Oberliga Westfalen eingesetzte Gügör steht offenbar kurz der Unterschrift. Auch gegen Bochum zeigte er gute Ansätze und setzte seine Schnelligkeit gut ein. Er war es auch, der in der 12. Minute das erste offensive Zeichen für RWO setzte, sich am Ende aber zu viel zutraute.

Nicht richtig erwischt

Überhaupt spielten die Oberhausener in den flotten ersten 45 Minuten gut mit. Chancen gab es auf beiden Seiten reichlich. Auf RWO-Seite stand dabei zweimal Simon Engelmann im Mittelpunkt. Im Anschluss an eine Ecke erwischte er zunächst nach einer Flanke von Christoph Caspari einen Kopfball nicht richtig. 20 Sekunden später sah er mit dem Rücken zum Tor den heraneilenden Patrick Bauder, der aus zehn Metern frei zum Schuss gekommen wäre, wenn das Zuspiel nicht zu ungenau geraten wäre.

Danach übernahmen die Gäste wieder die Chancenhoheit und nutzten eine in der 30. Minute zum 0:1. Simon Terodde konnte am langen Pfosten einen Pass von Timo Perthel sträflich frei einschieben. Ein zweiter Treffer des VfL-Torjägers drei Minuten später zählte wegen Abseits nicht.

Nach der Pause nahm das Tempo dann auf beiden Seiten ab. Hinzu kamen zahlreiche Wechsel beider Teams innerhalb der zweiten Halbzeit, die den Spielfluss bremsten. Die größte Ausgleichschance gab es in der 64. Minute, als David Jansen aus drei Metern den Ball nicht im Tor unterbrachte, zudem auch noch im Abseits stand.

Ein Tor fiel dennoch, allerdings auf der anderen Seite. In der 70. Minute konnte die RWO-Abwehr einen langen Ball auf den eingewechselten Onur Bulut nicht verhindern, der dann Robin Udegbe ausspielte und dann mit etwas Glück an dem auf der Linie stehenden Felix Haas zum 0:2 traf. Danach passierte kaum noch sehenswertes.