Es geht gut weiter

Warm war es nicht, Spaß hat es Werner Kerkenbusch aber trotzdem gemacht.
Warm war es nicht, Spaß hat es Werner Kerkenbusch aber trotzdem gemacht.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Werner Kerkenbusch sowie Björn Esser und Sascha Kowalski hatten in Kevelaer trotz ungemütlichen Wetters ihren Spaß.

Gleich zum Jahresbeginn bietet der LLG Kevelaer die Möglichkeit für alle ungeduldigen Läufer die Marathonstrecke zu laufen. 469 Läufer aus zwölf Ländern hatten sich dann auch wieder angemeldet um im Ortsteil Twisteden dieses Angebot anzunehmen.

Unter ihnen war auch mit Werner Kerkenbusch ein Läufer des VfL Bergheide. Bereits zum 13. Mal werden in Kevelaer die 42,195 km in sieben Runden a sechs Kilometer gelaufen. So wäre die Strecke auch bei Schnee und Eis immer schnell präpariert.Zum Glück hielt sich aber auch in diesem Jahr der Winter zurück. Zwar war es auf der Strecke für die Läufer mit einem böigen Wind und Graupelschauern etwas ungemütlich, aber für einen Wintermonat doch ganz passabel. Trotzdem war die Aussteigerquote bei 332 Zieleinläufen relativ hoch. Gleichzeitig gab es aber auch mit 2:36,28 einen neuen Streckenrekord durch Maciek Miereczko vom VfB Erftstadt, sowie weitere sechs Rekorde in den Altersklassen.

Auf den kleinen Runden mit einer kurzen Pendelstrecke wurde es nie einsam, und man konnte sogar die Konkurrenten immer wieder gut beobachten. Mit zwei gut bestückten Verpflegungsstationen auf der Runde war auch für die Versorgung der Teilnehmer bestens gesorgt. So kam auch Werner Kerkenbusch gut über die Runden und in 4:54,46 zufrieden ins Ziel, war es doch für ihn Platz acht in seiner Altersklasse M65. Für alle gab es dann eine Medaille und eine Urkunde.

Werner Kerkenbusch war wieder begeistert von der herzlichen und familiären Atmosphäre in Kevelaer und will auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Auch Nordtriathlet Björn Esser beim Kevelaer-Marathon an der Startlinie. Mit Sascha Kowalski hatte er sich den schnellsten Teamkameraden geschnappt um die Drei-Stunden-Marke zu knacken.

„Man sollte meinen, dass der Gegenwind auf dem Hinweg durch den Rückenwind auf dem Rückweg ausgeglichen werden kann, aber man verbraucht da so viel Kraft, das kriegt man nicht wieder rein.“, so Esser nach dem Rennen.

Dennoch: die ersten 30 Kilometer verliefen wie geplant. Danach hatte Kowalski seine Aufgabe als Lokomotive eigentlich erfüllt. Doch er blieb. Und er zog Esser auch noch einmal über die Gegenwindpassage, bevor er ihm bei Kilometer 32 den Laufpass gab.

Nach vier weiteren Kilometern erreichte Kowalski dann wieder den Bereich von Start und Ziel. Hier feuerten die Zuschauer die Läufer lautstark an und trieben sie Runde für Runde vorwärts. Als dann einer rief, er liege sogar noch unter den besten Zehn, entschied Kowalski, den Marathon nun auch zu Ende zu laufen. Erschöpft von der anstrengenden Tempoarbeit im Wind und ohne die so wichtigen langen Läufe im Training absolviert zu haben, biss der Tackenberger noch einmal auf die Zähne. Auch Esser gab auf den letzten Kilometern alles, verpasste aber am Ende die drei Stunden knapp und lief mit 3:01:34 Stunden auf Rang neun (Platz vier in M35). Nur 41 Sekunden nach ihm war auch Kowalski im Ziel; eine sehr beeindruckende Vorstellung des Tackenbergers, der damit unter die besten zehn Läufer kam und in seiner Altersklasse sogar noch auf’s Treppchen kam (Platz drei in M30).

Im März laufen die zwei auf Ameland gemeinsam einen 60 Kilometer Ultralauf – zumindest der Wind dort dürfte sie nach Kevelaer unbeeindruckt lassen.

Die Zeiten: Björn Esser: 3:01:34 Std. (4. M35 / 9. gesamt), Sascha Kowalski: 3:02:15 Std. (3. M30 / 10. gesamt).